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Für Togo: Fahrräder, Nähmaschinen und Blasinstrumente / Container beladen

Notstromaggregat für das Landkrankenhaus

Obernkirchen (sig). "Das ist ein wichtiger Schritt nach vorn", kommentierte der 1. Vorsitzende der Togo-Freunde, Udo Ahrends, die Lieferung eines Notstromaggregates aus der Bergstadt für das kleine Landkrankenhaus in Sodo. Damit kann nämlich beim Stromausfall nicht nur diese Einrichtung versorgt werden, sondern auch das daneben befindliche Werkstattzentrum. Verladen wurde das Aggregat zusammen mit rund 250 Fahrrädern und vielen Nähmaschinen beim Obernkirchener Bahnhof.

Unmissverständlich macht Werner Hobein, der Leiter des Obernkirchener Seniorenzentrums "Sonnenhof", die Notwendigkeit klar, diese Spendenaktionen für das Not leidende westafrikanische Land fortzusetzen: "Unsere Hilfe geht weiter und wird auch in späteren Jahren noch benötigt, selbst wenn wir inzwischen schon 16 Container auf die große Reise nach Togo geschickt haben." Genau ein Jahrzehnt ist es her, dass der erste Container die Bergstadt verließ. Damals enthielt er unter anderem eine Vielzahl von gebrauchten, aber immer noch sehr stabilen Krankenhausbetten, die in Sodo im kleinen Krankenhaus noch gute Dienste verrichten. Diesmal gehörte zur Seefracht nicht nur das vom Seniorenzentrum "Sonnenhof" gespendete Notstromaggregat, sondern wieder eine große Menge von Fahrrädern aller Art. Die Stahlrösser stapelten sich im früheren Frachtraum des Bahnhofs zu einem mehr als mannshohen Berg. Es war alles dabei - vom Kinderrad bis zum Rennrad, an dessen Stahlrahmen noch die Getränkeflasche befestigt war. Zu den Spendern gehörte auch die Samtgemeinde Eilsen, die kurz vor dem Beladen des Containers eine größere Menge Räder anlieferte. Überwiegend verpackt stand außerdem eine Vielzahl von gebrauchten Nähmaschinen zur Verfügung. Ein Teil kam von einem Nähmaschinen-Zentrum aus Hannover. Reichlich Rost angesetzt hatte eine alte Werkzeugmaschine, die am Zielort aber nach gründlicher Überholung sicherlich noch Verwendung finden wird. Die einst in Hannover von der dortigen Stadtmission und deren Posaunenchor ins Leben gerufene Hilfsgemeinschaft der Togo-Freunde beschränkt sich längst nicht auf Niedersachsen. Ein Anhänger voll Nähmaschinen und Fahrrädern brachten sogar Mitglieder aus Kempen am Niederrhein nach Obernkirchen. Ein Spender, der zurzeit in Frankreich lebt und arbeitet und von Beruf Instrumentenbauer ist, hat für die Anlieferung von gebrauchten Posaunen, Trompeten und Tuben gesorgt. Damit werden die Posaunenchöre evangelischer Kirchengemeinden in Togo ausgestattet. Udo Ahrends: "Das von den Togofreunden eingerichtete Werkstatt- und Ausbildungszentrum in Sodo hat inzwischen so gute Fortschritte gemacht, dass zahlreiche der dort arbeitenden Afrikaner ihre Diplome als Zweiradmechaniker, Automechaniker und Tischler erhalten haben. Das entspricht bei uns den Gesellenbriefen." Viele Projekte laufen dort, aber insbesondere das Werkstattzentrum CFP-MERCATIS ist den Togofreunden eine Herzensangelegenheit, kann es doch mehr als ein Mosaikstein in der Entwicklung des Landes sein. Für die Region Sodo trifft das allemal zu. Eine qualifizierte Berufsausbildung jungen Menschen zu ermöglichen, so Ahrends, "hat in Togo noch ein ganz anderes Gewicht als bei uns. Das Werkstattzentrum mit den verschiedenen Fachrichtungen kann da unermesslich viel Gutes tun. Deswegen sind weitere Bemühungen notwendig, natürlich nicht nur bei uns, selbstverständlich auch bei unseren Partner in Togo." Einfach ist dass alles nicht" so Ahrends weiter, "seit Eröffnung des Zentrums im November 2002 haben wir immer wieder auch Rückschläge einstecken müssen, aber wir müssen da beharrlich am Ball bleiben, uns und vor allem unsere Partner in Sodo immer wieder neu motivieren." In drei bis vier Wochen dürfte das Containerschiff, das am kommenden Freitag Hamburg verlässt, im Hafen von Lomé eintreffen. Die Transportkosten übernimmt wieder die Deutsche Gesellschaft für Technologische Zusammenarbeit (GTZ).




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