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Fundsachen-Versteigerung bringt Samtgemeinde Nienstädt 159 Euro ein / Bastler ersteigert gleich acht Fahrräder

"Nochmal 40 Euro reinstecken, dann läuft es auch"

Nienstädt/Helpsen (mw). Zwei Uhren und 15 Fahrräder hat die Samtgemeinde Nienstädt versteigert. Zwischen einem und 41 Euro haben die rund 20 Bieter für die Artikel ihrer Wahl am Montag "locker gemacht".

Nach jedem von "Auktionator" Jörn Wille (r.) erteilten Zuschlag

Nachdem die Interessenten eine halbe Stunde lang Gelegenheit hatten, die Objekte ihrer Begierde in Augenschein zu nehmen, begann um 17 Uhr das Bieten. Als Auktionator fungierte Jörn Wille, sonst Standesbeamte bei der Samtgemeinde. Er erläuterte die Regeln: "Das Mindestgebot beträgt einen Euro. Wer meint, er müsse mehr geben, ist willkommen - wer meint, er müsse noch mehr geben, der ist noch mehr willkommen. Bezahlt wird sofort und in bar." Der erste Aufruf galt einer "Haribo"-Uhr mit leerer Batterie. Wohl nicht gerade ein heißbegehrtes Stück, denn die Bieterin von einem Euro fand keinen Konkurrenten. Eine Damenuhr von "Esprit" wurde von Wille angepriesen: Es seien "ein paar Kratzer dran", aber sonst sei sie voll funktionsfähig. Fünf Euro brachte diese ein. Dann waren die Fahrräder dran. Ein Mountainbike veranlasste mehrere Teilnehmer, sich nach und nach hochzubieten. Peter Gremmel aus Luhden legte noch etwas drauf und durfte den Drahtesel für 40 Euro mitnehmen. "Das kriegt jemand geschenkt", sagte er. Man müsse bloß die Kette ölen und die Bremse lösen, dann sei eswieder in Ordnung. Später stellte er fest, dass das Hinterradlager "im Eimer" ist. "Also nochmal 40 Euro reinstecken, dann läuft es", nahm er es sportlich. Außerdem habe er ja noch eine Uhr für fünf Euro ergattert. Einen Großeinkauf tätigte Jürgen Aldag aus Meerbeck, der nach eigener Aussage zum dritten Mal dabei war. AchtFahrräder ersteigerte er mit Geboten zwischen einem und 41 Euro. Was will er damit? "Ich bastele so ein bisschen", erklärte er. Ein Fahrrad sei für seinen Bruder, ein bis zwei dienen als "Teilespender", und die anderen wolle er für jeweils rund 15 Euro als "Bahnhofsräder" verkaufen. Drei Schnäppchen für jeweils einen Euro ergatterte ein Helpser Bürger, der ungenannt bleiben wollte. Auch er wolle zumindest einen Teil davon wieder verkaufen, berichtete er. Für die Samtgemeinde war die Auktion offensichtlich erfolgreich. Insgesamt 100 Euro hatte Wille als Ziel angepeilt, dessen buchführender Kollege Thomas Klemz dagegen 150 Euro. Letztlich nahmen sie sogar eine Summe von 159 Euro ein - und kein Fundstück blieb übrig.

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