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170 000 Euro sollen in die Kläranlage fließen

Noch teurer als erwartet

Stadthagen. Nach einem ersten Zwischenstand im Juni sind die Kosten für die Sanierung der Stadthäger Kläranlage noch einmal angestiegen. Die Sanierung des ersten Abschnittes des sogenannten Tropfkörpers wird nach aktuellem Stand gut 134 00 Euro kosten. Ursprünglich waren 60 000 Euro eingeplant gewesen.

Der Tropfkörper ist ein Rundbehälter, der mit Lava-Steinen gefüllt ist. Auf diesen Steinen leben Mikroorganismen, die einen sogenannten „biologischen Rasen“ bilden und die Schadstoffe des Abwassers abbauen. Zunächst sollte die gesamte Sanierung rund 100 000 Euro kosten. Inzwischen ist dieser Betrag auf gut 170 000 Euro angestiegen.

Erste Mehrkosten gab die Verwaltung im Juni bekannt. Grund war Pressesprecherin Bettina Burger zufolge der Einbau von Kunststoffsickerrohren gewesen, weil die alten Betonbögen instabil waren und zudem nur mit sehr großem Arbeitsaufwand freigelegt werden konnten.

Wegen der Teilung der Sanierung in zwei Abschnitte habe der Umfang des Schadens zunächst nur vermutet werden können. Das änderte sich, als die inneren Flächen gereinigt waren. Sie wiesen demnach „wesentlich mehr Betonabplatzungen und Schadstellen auf“ als zunächst vermutet. Hinter dem geplatzten Beton hätten die Arbeiter zudem verrostende sogenannte „Bewehrungseisen“ vorgefunden. Sie mussten gestrahlt und versiegelt werden, was zu weiteren Mehrkosten von 41 000 Euro geführt habe.

„Das Bauwerk gehört zu den ältesten Gebäuden der Kläranlage und wurde in den sechziger Jahren erbaut“, begründet die Stadtverwaltung in einer Pressmitteilung die Kosten. Es werde nun so instand gesetzt, dass es weitere 20 Jahre genutzt werden könne.

Die zusätzlichen Kosten könnten aus eingesparten Finanzmitteln gedeckt werden. jcp




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