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Noch keine Lösung im Markt-Streit

BAD MÜNDER. Wenn die Stammkunden von Karl-Heinz Harms nach dem Urgestein des münderschen Wochenmarktes Ausschau halten, werden sie enttäuscht. „Bislang hat mir die Stadt keinen geeigneten Platz angeboten“, sagt er. Wenn ihm ein ausreichend großer Stellplatz für seinen Anhänger angeboten werde, werde er auch aufbauen.

Noch deutlich vor dem Beginn der Fußgängerzone in der Obertorstraße soll Harms seinen Stand aufbauen – für ihn ein unattraktiver Platz, da er vom eigentlichen Marktgeschehen abgehängt ist.

Vor zwei Wochen war die Auseinandersetzung um den Platz des langjährigen Marktbeschickers eskaliert. Die Stadt hatte den Stellplatz, auf dem seit 1988 Harms aufgebaut hatte, einem anderen Beschicker zugeordnet. Mit dem Platz, der Harms neu zugeteilt wurde, war der allerdings mehr als unzufrieden. Nicht nur, dass er von der Markt- in die deutlich geringer frequentierte Obertorstraße verlegt wurde – der neue Platz sei, so Harms, auch für seinen Marktwagen nicht geeignet, da er nicht in die vorgesehene Lücke zwischen zwei Bäumen rangiert und dort über Rollcontainer mit Ware bestückt werden könne.

Ein Umbau des rund 70.000 Euro teuren Marktanhängers – einer Spezialanfertigung, bei der die Gegebenheiten des münderschen Marktes berücksichtigt wurden – kommt für Harms nicht Frage. „Ich muss das jetzt alles für mich erst einmal neu sortieren“, erklärt der Springer Ober- und Gemüsehändler. Eine Klage gegen die Stadt und ihre Umstrukturierung auf dem Wochenmarkt behält sich Harms noch immer vor.

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