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Initiatoren halten an Idee der Energiegenossenschaft fest /Längere Vorbereitung als erwartet

Noch einige Schritte bis hin zur Gründung

Bad Münder (lil). Die Sonne nutzen und Strom erzeugen, doch bis dahin ist es noch ein langer Weg: „Wir glauben noch immer an die Sache“, sagt Ralph Härke, Vorstand der „BürgerEnergie Deister-Süntel eG i.G“, räumt aber ein: „Die äußeren Umstände erfordern mehr Zeit für die Vorbereitung.“

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Im August vergangenen Jahres hatte sich eine Initiatorengruppe um den Unternehmensberater zusammengetan, um eine Bürger-Energiegenossenschaft ins Leben zu rufen (wir berichteten). Ihr Ziel: „Einen aktiven Beitrag zur umweltfreundlichen, ressourcenschonenden und dezentralen Energiegewinnung zu leisten“, so Initiatorin Beatrix Nehmann im August 2011. Der Hauptgrund, warum sich die Genossenschaft noch immer in Gründung befindet, ist laut Härke das Erneuerbare-Energien-Gesetz. „Fast jeden Tag gibt es neue Meldungen dazu“, sagt Härke. „Was fehlt, ist Planungssicherheit. Eines unserer ersten Projekte sollte ein in Bau befindliches Gebäude werden, das jedoch erst Ende 2012 fertig wird. Bis dahin wird sich voraussichtlich aber die Einspeisevergütung verändern.“ Härke stellt klar heraus: „Sobald die Wirtschaftlichkeit des Projekts wieder kalkulierbar ist, können wir loslegen.“

Zwar gehe es ihm und seinen Mitstreitern nicht darum, den großen Gewinn zu machen, doch „eine bescheidene, aber vernünftige Rendite muss für unsere Genossen dabei rauskommen.“ Folglich prüfe der sechsköpfige Gründerkreis auch mögliche Alternativen wie Windkraft oder Blockheizkraftwerke.

Kontakte habe die „BürgerEnergie Deister-Süntel eG i.G“ bereits geknüpft – sei es mit Interessenten, Investoren, der Volksbank, dem Planungsamt der Stadt oder lokalen Stadtwerken. Auch hätten Härke und seine Mitstreiter einige auf den ersten Blick geeignete Dächer für Solaranalgen besichtigt – relevant für ihre Vorhaben seien Dächer ab einer Fläche von 2 00 Quadratmetern, so Härke. „Die Lage schien super, aber an erster Stelle kommt die Statik“, weiß der Unternehmensberater. „Die muss stimmen, um die Last der Photovoltaikanlage zu tragen.“ Ein weiterer Stolperstein: „Die Behandlung bei der Aufstellung ist unterschiedlich“, erläutert Nehmann. „Im Landkreis Hameln-Pyrmont braucht man für aufgeständerte Anlagen einen Bauantrag, in der Region Hannover hingegen nicht.“

„Wir wollen auf keinen Fall einen Fehlstart hinlegen“, betont Härke. In Kürze wolle sich der Gründerkreis zusammensetzen, um „unsere Strategie den neuen Verhältnissen anzupassen.“

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