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Nienstedter Pass: Bäume sollen gefällt werden

NIENSTEDT. Die Brut- und Setzzeit will das Forstamt Saupark noch abwarten – dann aber werden die Sägen an der Landstraße zwischen Nienstedt und Egestorf bei Barsinghausen zum Einsatz kommen: Umfangreiche Fällarbeiten seien notwendig, um den Schutz der Verkehrsteilnehmer gewährleisten zu können.

Forstamtsleiter Christian Boele-Keimer und Axel Gerlach (l.) von der Revierförsterei Köllnischfeld zeigen neuralgische Punkte.
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Vor rund zehn Jahren hatte es im Anschluss an Fällarbeiten zwischen dem Pass und Egestorf harsche Kritik der heimischen Nabu-Ortsgruppen gegeben. „Eine Schneise, als wenn man eine Flugzeuglandebahn bauen wollte“, hieß es damals. Grund genug für die Landesforsten, heimische Naturschutzverbände vorab vor Ort über das nun geplante Vorhaben zu informieren. Dabei machte Forstamtsleiter Christian Boele-Keimer zunächst den Hintergrund der anstehenden Arbeiten deutlich: Starker Schneefall hatte im vergangenen November dafür gesorgt, dass die vielbefahrene Straße für mehrere Tage gesperrt werden musste – weil viele Bäume unter der Last des nassen Schnees umgestürzt waren und die Fahrbahn blockierten. „Daraufhin hatte die zuständige Straßenbauverwaltung das Forstamt aufgefordert, durch Fällung potenziell gefährdeter Bäume Vorsorge zu treffen“, erklärt Joachim Hansmann, Pressesprecher des Forstamtes Saupark. Drei neuralgische Stellen stellten die Förster jetzt vor.

Westlich des Nienstedter Passes zeigte Axel Gerlach, der Leiter der Revierförsterei Köllnischfeld, auf einer für den Naturschutz besonders wertvollen Fläche am Straßenrand exemplarisch, wie er vorgehen will – behutsam und differenziert. Dies sei so auch mit der Naturschutzbehörde der Region Hannover und des Landkreises Hameln-Pyrmont abgestimmt. Auf der östlichen Seite des Passes sind ebenfalls Fällungsmaßnahmen vorgesehen. Hier wies Förster Frank Nüsser von der Försterei Georgsplatz darauf hin, dass nur wenige stärkere Bäumen und vor allem schlaksige Stämme und Sträucher entfernt werden müssen, die jedoch bald wieder ausschlagen werden.

Weitere Fällarbeiten sind in der Wennigser Mark vorgesehen. Hansmann betont, dass dort insbesondere Flächen betroffen sind, die sich nicht im Eigentum der Landesforsten befinden. Auch in anderen Bereichen handelt das Forstamt im Auftrag – überall dort, wo Straßenrandstreifen betroffen sind. Die können bis zu sieben Meter breit sein. Matthias Großmann, Vorsitzender des Nabu Bad Münder, zeigte sich anschließend grundsätzlich mit den geplanten Arbeiten einverstanden – „wenn denn alles so kommt, wie es uns vorgestellt wurde.“ So sei keineswegs beabsichtigt, in größerem Umfang Altbäume zu entfernen. „Es soll keinen Kahlschlag geben, angekündigt werden Arbeiten mit Augenmaß“, sagt er.



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