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Gedenkstätte ist seit mehreren Jahren verwaist / Erinnerung an tödliches Drama von 1450

Nienstädter wollen neuen Schneiderstein

Nienstädt (jl). Die Nienstädter wollen wieder einen Schneiderstein. Das ist in der Sitzung des Sport- und Kulturausschusses klar geworden. Gemeindedirektor Rolf Harmening hat jedenfalls jetzt den Auftrag zu prüfen, was ein neuer Gedenkstein kostet.

Der schlichte Naturstein mit einem Kreuz und einer Schere in einem Kreis hat bis vor einigen Jahren an ein tödliches Drama erinnert, das sich um 1450 ereignet haben soll. DerÜberlieferung nach haben sich auf dem Weg von Stadthagen gen Bückeburg zwei Schneidergesellen, die zusammen auf der Walz waren, fürchterlich in die Wolle gekriegt. Einer wollte dem schlafenden Kollegen die Börse stehlen und mit einer Schere töten. Der Verletzte hat sich gewehrt und schließlich den Übeltäter tödlich mit dem Schneider-Werkzeug getroffen. Tatort soll der Schnatwinkel in Nienstädt gewesen sein. Der Gedenkstein hat bis vor etwa drei Jahren an einem Feldweg gestanden, der auf der Kuppe oberhalb des Gewerbegebietes von der B 65 abzweigt. Dorthin war er etliche Jahre zuvor versetzt worden, weil die Bundesstraße verbreitert wurde. Am letzten Standort klafft nach Angaben von Bürgermeister Gerd Widdel immer noch das Loch, das der nie gefundene Dieb hinterlassen hat. Wenn alles gut geht, wird es bald wieder mit einem neuen Stein gefüllt.



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