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Vom Regenrückhaltebecken zum Biotop

"Nichts machen - es kostet doch alles nur Geld..."

Helpsen (mw). Der Hamelner Landschaftsarchitekt Georg von Luckwald hat den Bauausschuss der Gemeinde Helpsenüber den Planungsstand eines zwischen Südhorsten und Sülbeck vorgesehenen Regenwasserrückhaltebeckens informiert. Bei der Sitzung hat der Experte dargelegt, dass mit dem Bau noch im November begonnen werden könnte.

Die Planungsphase für das dem Hochwasserschutz der Gemeinde Südhorsten dienende Regenrückhaltebecken ist nach Worten von Luckwalds weitgehend abgeschlossen. Die Bauanträge würden in den nächsten Tagen gestellt. "Ein wichtiger Schritt" beim Genehmigungsverfahren sei die Beteiligung der Naturschutzverbände. Wennalles gut läuft, könne noch Ende Oktober oder im November mit dem Bau begonnen werden. Andernfalls wäre Baubeginn erst Mitte Mai 2009, da der im Winter ansteigende Grundwasserstand dann durch die im Frühjahr austreibenden Bäume gesenkt werden muss. Helpsens Bürgermeister Adolf Neitsch wies darauf hin, dass der Baubeginn auch davon abhängig ist, ob es für das Projekt finanzielle Zuschüsse seitens der Europäischen Union gibt. Sollte dies der Fall sein, müsse man auch die Beantragung des Fördergeldes abwarten. Nach den von von Luckwald erläuterten Plänen soll das Regenrückhaltebecken in dem in der Gemarkung Sülbeck liegenden Bereich "Oben im Dorfe" rund 6000 Kubikmeter fassen. Um dieses Volumen zu erzielen, soll das der Gemeinde Helpsen gehörende Gelände etwa 0,8 Meter tief ausgehoben, der Bodenaushub als Wall aufgeschüttet und dessen Böschung durch Wasserbausteine gesichert werden. Ein Drosselsperrwerk soll bei starken Regenfällen dafür sorgen, dass das aus dem Flüsschen Gehle in das Becken einlaufende Wasser nur in geringerer Menge - und somit insgesamt verzögert - wieder herausläuft. Bei zu viel einfließendem Regenwasser würde dieses an einem Überlauf in die Gehle abgeleitet werden. Während der Wall regelmäßig gemulcht werden muss und dort wegen der Gefahr von Undichtigkeiten keine Bäume wachsen dürfen, könnte sich im Becken die Vegetation einschließlich zu pflanzender Bäume frei entfalten. "Nichts machen, es kostet alles nur Geld - wachsen lassen", betonte der Landschaftsarchitekt. Dann könne sich die Anlage zu einem "herausragenden Biotop" entwickeln.




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