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Krimilesung rund ums Thema Essen: Uwe Nötzel serviert „Mörderische Appetithäppchen“

Nicht nur eine Leiche zum Dessert…

Bad Münder (hzs). Zu einer Krimilesung mit dem Münderaner Uwe Nötzel hatte die Stadtbücherei eingeladen – und der Ansturm übertraf alle Erwartungen. Immer mehr Stühle mussten in alle erdenklichen Lücken gestellt werden – und trotzdem reichten die Sitzplätze am Ende nicht für alle Interessierten aus.

Uwe Nötzel machte es spannend.

So begann die Lesung mit einer kleinen Verspätung, aber Krimifan Nötzel gelang es im Nu, die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Im Einführungsteil kam er zunächst auf die ungewöhnliche Kombination „Essen und Trinken“ einerseits, „Krimi und Mord“ andererseits zu sprechen. Schließlich stand die Veranstaltung unter dem Motto „Mörderische Appetithäppchen“. Verschiedene Herleitungen aus Evolutionsbiologie, Philosophie und Psychologie wurden unter die Lupe genommen, am Ende bemühte Nötzel dann aber doch die berühmte Feststellung von Schriftsteller Bert Brecht: „Erst kommt das Fressen und dann die Moral.“

Im zweiten Teil des Abends begann die eigentliche Lesung. Nötzel hatte bei der Literaturauswahl konsequent darauf geachtet, dass das Thema Essen eine zentrale Rolle in der Handlung einnimmt. Dabei sei ihm aufgefallen, dass dies fast ausschließlich bei Krimis aus dem Mittelmeerraum der Fall ist. So essen, trinken und kochen die Protagonisten dort auffallend oft und leidenschaftlich gern (Maigret, Lieven, Carvalho, Montalbano).

In einer kleinen Pause konnten die Zuhörer selbst zu Wein und Häppchen greifen. Zudem lagen die Rezepte der vorgestellten Krimipassagen zum Mitnehmen aus. Insgesamt war es ein rundum gelungener, spannender Abend, der Lust auf weitere Lesungen mit Uwe Nötzel machte.

Werner Bunzenthal vom Freundeskreis der Stadtbücherei, der die Veranstaltung initiiert hatte, freute sich sichtlich und gab der Hoffnung Ausdruck, dass mit Aktionen dieser Art auch in Zukunft Spenden für den Erhalt dieser Institution gesammelt werden können.



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