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Portaner Grüne sehen Untertage-Sprengungen in Kleinenbremen kritisch / Sorgen der Betroffenen annehmen

"Nicht kalkulierbares Risiko für Menschen und Umwelt"

Porta Westfalica-Kleinenbremen. Mit den jüngsten Sprengungen in der Grube Bergmannsglück setzen sich die Portaner Bündnisgrünen kritisch auseinander. "Den Menschen in Wülpke und Kleinenbremen sind die Böschungsrutschungen und die damit verbundene Zerstörung der Landschaft noch in schlechter Erinnerung", sagte der Ratsherr FriedrichVogt.

Die Portaner Grünen fordern in einer Presseerklärung eine rechtzeitige und umfassende Beteiligung der Einwohner in Kleinenbremen. Bernd Kühl, Sprecher der grünen Ratsfraktion: "Immer wenn wir aus der Zeitung über neue Aktivitäten der Barbara Rohstoffbetriebe Kenntnis erlangen, steigt Misstrauen in uns hoch." Es gehörte in der Vergangenheit zur üblichen Barbara-Praxis, erst einmal Fakten zu schaffen, und dann über das Bergamt diese legalisieren zu lassen. Dies scheine auch diesmal wieder der eingeschlagene Weg zu sein. Bernhard Dierdorf, Mitglied im Vorstand der Kreisgrünen, sieht im Gegensatz des Technischen Beigeordneten der Stadt Porta Westfalica, Stefan Mohme, in den Sprengungen "ein nicht kalkulierbares Risiko für die Menschen und für die Landschaft". Er erwarte von der Verwaltung, dass sie sich den Sorgen der betroffenen Menschen annimmt. Das Argument "Arbeitsplätze" sei in der Vergangenheit oft genug erfolglos und missbräuchlich ins Feld geführt worden. "Das zieht heute nicht mehr", so Dierdorf. Die Portaner Grünen fordern gegenüber der Presse die Offenlegung des Betriebsplanes. "Wir wollen vom Bergamt und von der Barbara Rohstoffbetriebe GmbH wissen, ob die derzeitigen Sprengungen in der aktuellen Stärke notwendig sind oder das Ziel auch mit schwächeren Sprengladungen erreicht werden kann." Ferner müsse geklärt werden, ob die Häufigkeit der Sprengungen im Interesse der betroffenen Anrainer abgesenkt werden könne. Zusätzlich erwarten die Grünen, dass geprüft wird, ob der vorgesehene Stollen unbedingt so dicht an die Wohnbebauung vorangetrieben werden muss oder ob es wirtschaftlich vertretbar sei, einen größeren Abstand als geplant einzuhalten. Unklar erscheint den Grünen, inwieweit eine Schadenshaftung gegenüber den betroffenen Anrainern gewährleistet ist. Die Grünen fordern von den zuständigen Behörden vor der Erteilung einer Genehmigung eine Folgeabschätzung. Dies bedeute eine Zustandserhebung von Gebäuden und der Landschaft einschließlich erforderlicher Ausgleichsmaßnahmen. Bernd Kühl: "Wir wollen die Hinterlegung einer Bankbürgschaft durch die Barbara, damit eventuell entstandene Schäden und die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen im Falle einer Insolvenz finanziert werden können." Und von der Stadt Porta Westfalica erwarten die Grünen die Wahrnehmung der Bürgerinteressen.

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