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Zwei Mitglieder der Hamelner Esperanto-Gruppe „Ratkaptista Bando“ beim Esperanto-Weltkongress in Lissabon

Nicht Englisch, sondern Esperanto

HAMELN/LISSABON. Wenn sich über 1600 Menschen jeder Altersstufe aus 73 Ländern für eine Woche in einer Weltstadt treffen und alle sprechen die gleiche Sprache, dann könnte das Englisch sein – allerdings nicht auf einem Esperanto-Weltkongress.

Dr. Dieter Kleemann, Waltraut Brümmer, Adjevi Adje (Togo) und Klaus Brümmer. FOTO: PR

Waltraut und Klaus Brümmer von der Hamelner Esperanto-Gruppe „Ratkaptista Bando“ nahmen am 103. Esperanto-Weltkongress teil und freuten sich über ein Wiedersehen mit Freunden aus der ganzen Welt. Gäste aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Kuba und sogar aus Togo waren in den vergangenen Jahren bei der Hamelner Gruppe zu Gast und die Freude war groß, als man sich in Lissabon in die Arme schließen konnte. Auch neue Bekanntschaften wurden geschlossen. Alle Teilnehmer verbindet die gemeinsame Sprache Esperanto, die der polnische Augenarzt Dr. Zamenhof entwickelte und im Jahre 1887 das erste Mal vorstellte. Waltraut Brümmer: „Esperanto ist mittlerweile zu einer natürlichen Sprache gewachsen. Im Saal des „Libroservo“, dem Esperanto-Bücherdienst beim Kongress, war ein Teil der umfangreichen Esperanto-Literatur zu sehen. Momentan lernen rund zwei Millionen Menschen Esperanto mittels der App Duolingo.

Aber es gibt auch meist kostenlose Kurse für PC und Smartphone bei lernu.net. Bei der Ankunft in Lissabon erfuhren die Teilnehmer erst einmal, was Sommerhitze wirklich bedeutet. „Venos varmega vetero!“ (Es wird heiß) war die Schlagzeile des „Kongresa Kuriero“ (Kongress-Kuriers) mit entsprechenden Verhaltensmaßnahmen. Temperaturen bis 46°C im Schatten ließen den Trinkwasserverbrauch deutlich ansteigen.

In den Vorlesungsräumen der Universität Lissabon fanden Konzerte und Vorlesungen statt, das Theater „Coliseu dos Recreiros“ in der Innenstadt diente für gemeinsame Veranstaltungen. Das festliche „Bankedo“ (Bankett) fand im Kulturzentrum in Belem statt, wo anschließend ausgelassen auf der Terrasse mit Blick auf den Tajo getanzt wurde. Feierlich eröffnet wurde der Kongress am Sonntag durch den Präsidenten des Weltverbandes UEA, Mark Fettes. Er dankte allen, die an der umfangreichen Vorbereitung für ein solch großes Ereignis beteiligt waren. Für neue Esperanto-Sprecher ist es möglich, durch die Teilnahme an vielen verschiedenen kulturellen Veranstaltungen Esperanto aktiv anzuwenden. Begrüßt werden konnte auch die Enkeltochter des Begründers der Sprache Esperanto, Margaret Zaleski-Zamenhof aus Frankreich. Besonderen Applaus erhielt die Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, für ihre Grußbotschaft. Die UNESCO unterstützt Esperanto und den Unterricht dafür seit vielen Jahren. Klaus Brümmer: „Während der Kongresswoche gab es Dutzende Veranstaltungen, Theateraufführungen, Konzerte und Filme.“ Mehr als 20 Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung wurden angeboten. Waltraut Brümmer: „Lissabons Bürger waren für uns für eine Woche tolle Gastgeber. In der Mensa der Uni wurden wir zum Teil in Esperanto begrüßt. Viel zu schnell verging die Woche, und bei der Abschlussfeier erklang zum Schluss von dem Duo Kajto „Ghis la revido“ (Bis zum Wiedersehen).

Eröffnung des Esperanto-Weltkongresses in Lissabon. FOTO: PR
  • Eröffnung des Esperanto-Weltkongresses in Lissabon. FOTO: PR

Nächstes Jahr findet der Esperanto-Weltkongress in Lahti (Finnland) statt. Termine der Esperanto-Gruppe Hameln finden Sie im Internet unter: esperanto.de/hameln oder telefonisch beim Vorsitzenden Heinz-Wilhelm Sprick, 0162/7536396, hameln@esperanto.de.red



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