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78 Kinder nutzen Ganztagsangebot: Gesucht werden noch zwei pädagogische Mitarbeiter

"Nicht auf kalten Wege auf Lehrer abwälzen"

Obernkirchen (rnk). Eineinhalb Wochen nach der Einführung des Ganztagsangebotes an der Grundschule ziehen Schulleiter Claus-Dieter Gnad und Bürgermeister Oliver Schäfer ein zufriedenstellendes Fazit, auch wenn es noch in einem Bereich hakt: Gesucht werden noch zwei pädagogische Mitarbeiter für die Hausaufgabenbetreuung.

Bislang helfen zwei Pädagogen bei der Hausaufgabenhilfe. Eine Situation, die Gnad nicht hinnehmen will: "So werden die Stunden auf dem kalten Weg auf die Lehrer abgewälzt." Auch wegen der zusätzlichen Belastung sei dies auf Dauer nicht hinnehmbar: "Es gibt keinen Stundenausgleich." Dass die Pädagogen einspringen müssten, dürfte nicht zur "Dauereinrichtung" werden. Erfreut zeigte sich Gnad, dass die Personalkosten mittlerweile zu 90 Prozent vom Land abgedeckt werden. Die zusätzlichen Mittel für die beiden weiteren pädagogischen Mitarbeiter bezifferte er mit 8500 Euro. Genau 78 Schüler haben das Ganztagsangebot angenommen: 22 in Klasse 1, 24 in Klasse 2, 14 in Klasse 3 und 18 in der vierten Klasse. Vier Betreuungskräfte kümmern sich am Nachmittag um die Kinder, für jede Jahrgangsstufe eine Kraft. Gut zufrieden ist Gnad auch mit den Vereinsangeboten, die von 14 bis 15 Uhr für die Kinder der Klasse 1 und 2 angeboten werden. Geräteturnen für Kinder, Ballspiele, kunterbunte Bewegungsspiele und Judo stehen wechselweise als Angebot bereit, vor alle Judo, so Gnad, sei der Renner. Von ersten Erfahrungen im Echtbetrieb spricht Bürgermeister Schäfer, von einer geschaffenen Infrastruktur und natürlich vom Budget, das sich als ausreichend kalkuliert erwiesen habe. Bei den anstehenden Fragen und Aufgaben, wie etwa bei den pädagogischen Mitarbeitern, müsse man flexibel reagieren: "Erst einmal geht es um die Versorgung der Kinder", so Schäfer. Für das nächste Jahr soll die Abfrage, welches Kind das Ganztagsangebot annehmen wird, früher erfolgen, damit die Stadt Obernkirchen im Hortangebot besser reagieren kann. Generell, so Schäfer und Gnad, sei erfreulicherweise festzustellen, dass nicht ein Kind, das das neue Angebot habe nutzen wollte, zurückgewiesen werden musste.




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