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Neustart hat sich gelohnt

Jugendcafé „Freiraum“: Ein Treffpunkt und Rückzugsort für Jugendliche in Helpsen

Autor:

Tina Bonfert

Helpsen. Ein neuer Name, ein neues Image – die Umgestaltung des Jugendcafés „Freiraum“ hat sich gelohnt. „Die Kinder und Jugendlichen rennen uns nicht die Bude ein, aber es ist gut besucht“, sagt Julia Ganz, die seit 2010 in dem Jugendklub am Bergkrug 16 in Helpsen arbeitet.

Bis März vergangenen Jahres hieß das Jugendcafé noch „Mad House“ und hatte keinen besonders guten Ruf. „Von einigen Eltern hieß es: ,Da werden Drogen genommen, da wird getrunken, hier schicke ich mein Kind nicht hin‘“, erinnert sich Ganz, die solche Gerüchte jedoch vehement zurückweist. Im Umfeld des „Freiraum“ komme es schon mal vor, das Jugendliche abends herumlungern würden, „aber das sind nicht die Jugendlichen, die hier zu uns kommen“, betont die Erzieherin.

„Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass hier so wenig los war“, sagt Erzieher Michael Klemer, der seit etwa einem Jahr Betreuer im Jugendcafé ist. Unterstützt werden die beiden Erzieher von Phillip Niekamp, der im Bundesfreiwilligendienst seit einem Jahr am Schulzentrum Helpsen und im „Freiraum“ arbeitet.

Ob eine Runde Billard spielen, flippern oder einfach nur Musik hören und quatschen – im Helpser Jugendtreff haben Jugendliche die Möglichkeit, ihre Freizeit selbst zu gestalten. „Das Jugendcafé soll ein Treffpunkt und Rückzugsort sein, den die Jugendlichen zu Hause nicht haben“, erklärt Ganz. Statt die Freizeit alleine oder mit „sinnlosen Beschäftigungen“ auf der Straße zu verbringen, können es sich die jungen Gäste bei Ganz und ihren Kollegen gemütlich machen, sich austoben und mit anderen Jugendlichen in Kontakt kommen.

Auch für diejenigen, denen etwas auf dem Herzen liegt, haben die Betreuer im „Freiraum“ immer ein offenes Ohr. Wenn jemand Sorgen hat, kann er die Mitarbeiter jederzeit ansprechen. „Hier finden Jugendliche auch mal andere Erwachsene als Lehrer und Eltern, denen sie sich anvertrauen können“, erklärt Ganz.

Das Publikum ist zwischen zehn und 19 Jahre alt. Ganz und Klemer versuchen, sich immer wieder spannende Aktionen auszudenken, in die sie die Jugendlichen einbinden wollen. Zum Beispiel wird gekocht oder gebastelt, doch am größten ist der Zulauf Ganz zufolge an den normalen Tagen, an denen die Jugendlichen das machen dürfen, worauf sie Lust haben.




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