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Neujahrsempfang rückt ehrenamtliche Arbeit in den Mittelpunkt

Bad Münder. Tesega und Mikeale staunen. Die beiden 36 und 41 Jahre alten, vom Egestorfer Integrationslotsen Hans-Friedrich Müller betreuten, Flüchtlinge sind die ersten Neubürger, die am Neujahrsempfang des Ortsrates Bad Münder teilnehmen konnten.

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Autor:

Christoph Huppert

Zur achten Auflage der Veranstaltung hatte die Ortsbürgermeisterin und CDU-Landtagsabgeordnete Petra Joumaah in die Berufsgenossenschaftliche Bildungsstätte eingeladen. Viele Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Kirchen waren gekommen. Musikalisch umrahmt vom Posaunenchor, der seine Bandbreite sowohl mit einem Bonhoeffer-Choral wie auch dem „Mississippi-Shuffle Boat“ oder dem Beatles-Klassiker „Yesterday“ demonstrierte, stellten Joumaah und Stadtbürgermeister Hartmut Büttner (SPD) das Lob der Zivilgesellschaft in den Mittelpunkt ihrer Redebeiträge.

Dass Bad Münder dabei landkreisweit überdurchschnittlich gut dasteht, sah man auch daran, dass die beiden Politiker – obwohl in anderen Lagern zuhause – überraschend gut abgestimmt, ja beinahe harmonisch Rückblick aufs vergangene und Ausblick aufs neue Jahr hielten.

Herausragendes gibt es dabei in Bad Münder gleich im Dutzend zu erwähnen: vom Modellprojekt der ersten Integrationslotsen, über die Arbeit von Exekutive und Verwaltung, Polizei, Feuerwehr und DRK, den Bürgerentscheid in Sachen Umzug der Grundschule bis zur Einweihung des neuen Münderaner Wahrzeichens, der Glasskulptur auf dem Kreisel am Rohmel-Center. Es ging aber auch um Tafel und Umsonstladen, soziale und kulturelle Aktivitäten der Kirchen bis hin zu zahllosen Einzelleistungen engagierter Bürger. Das Jahr in Bad Münder sei „vielfältig, bunt und sehr erfolgreich“, so Joumaah: „Wir sind stark und eben das ist unsere Stärke.“

Lob gab es auch für die Münderaner Geschäftsleute und deren Engagement („Kaufen Sie vor Ort und nicht im Internet!“, forderte Joumaah) sowie die 450 Beschäftigten der AWO-Gesundheitsdienste, die ihrem Arbeitgeber in finanziell prekärer Lage die Zahlung von Jahressonderleistungen gestundet hätten. Entschieden negativ allerdings bewertete Joumaah den möglicherweise drohenden Verlauf der Südlink-Starkstromtrasse. „Da gibt es noch Klärungsbedarf“, so die Landtagsabgeordnete.

Wie souverän man in Bad Münder mit knappen Ressourcen umzugehen weiß, wurde deutlich, als Joumaah um 21.23 Uhr ein Zettel gereicht wurde. Der nüchterne Inhalt: Die Kostengrenze für Freigetränke sei jetzt erreicht. „Von jetzt an bezahlt jeder selber“, verkündete Joumaah resolut, was mit Verständnis und Erheiterung aufgenommen wurde.

„Die Schnittchen erste Klasse, und auch die Gespräche top“, kommentierte Stimmenimitator Christian Korten ganz im Stil von Rainer Calmund die Veranstaltung. Die war nach der parteiübergreifenden Harmonie im ersten Teil von anregenden Gesprächen im zweiten Teil gekennzeichnet. Und die wiederum ließen keinen Zweifel daran, dass in Bad Münder alle in einem Boot rudern – erfreulicherweise meist in dieselbe Richtung.

Weitere Fotos vom Neujahrsempfang des Münderaner Ortsrats in der Bildergalerie hier auf www.ndz.de.



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