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Neues Leben im Freizeitheim in Klein Süntel

KLEIN SÜNTEL. Süntelvilla statt Freizeitheim. Tagespflege statt evangelischer Tagungsstätte – in Klein Süntel, idyllisch am Waldrand gelegen, wird derzeit ein markantes Haus umgebaut. Marion Hecht und ihr Mann Georg Hegenscheidt wollen in den kommenden Wochen eine neue Einrichtung in dem Gebäude eröffnen.

In wenigen Wochen soll die „Süntelvilla“, die Einrichtung in der ehemaligen evangelischer Tagungsstätte in Klein Süntel, eröffnet werden. Marion Hecht stellt die Pläne vor, Hauswirtschafterin Sonja Witzig (kleines Bild) bringt den Wintergarten auf Vo
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Das große Haus am Ortsrand, das seit den 1960er-Jahren im Besitz des Stadtkirchenverbands Hannover war, hatte es Marion Hecht schon länger angetan. „Das könnte interessant sein“, hatte sie bereits bei Spaziergängen überlegt, als von Verkaufsabsichten des Stadtkirchenverbandes noch längst keine Rede war. Als der hannoversche Verband dann vor rund drei Jahren erstmals die Möglichkeit des Verkaufs thematisierte und später ganz offensiv nach Interessenten suchte, konkretisierten Hecht und Hegenscheidt ihre Überlegungen. Und sie kauften das Gebäude, das künftig im Kern eine Tagespflegeeinrichtung beherbergen soll. Drei Gruppen mit jeweils acht Gästen sollen eingerichtet werden und Menschen, die tagsüber nicht mehr allein in den eigenen vier Wänden leben wollen oder können, eine Betreuung in angenehmer Atmosphäre ermöglichen. „Für Menschen mit leichten demenziellen Veränderungen kommt die Tagespflege ebenso in Frage wie für Gäste, die zuhause von ihrem Partner oder Kindern betreut werden, die aber nicht den ganzen Tag zur Verfügung stehen können“, sagt Marion Hecht. Und auch für ältere Menschen, die tagsüber in Gesellschaft sein möchten, kann die „Süntelvilla“ eine attraktive Lösung sein.

Das Tagesprogramm soll eine Betreuung montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr ermöglichen, die Gäste werden zuhause abgeholt und am Nachmittag wieder nach Hause gebracht. Insgesamt zehn Mitarbeiter werden sich um die Gäste kümmern, Marion Hecht hat für die Pflegedienstleitung und andere Schlüsselpositionen bereits erfahrene Mitarbeiter gewinnen können. Sie selbst leitet bereits das Seniorendomizil Schloß Hasperde, eine der größten Senioreneinrichtungen im Stadtgebiet. „Wir wollen das Haus so gestalten, dass die Menschen gerne kommen, gerne hier einen erfüllten Tag verbringen, es als Bereicherung sehen“, erklärt Hecht.

Im und am Haus hat sich bereits einiges verändert, im Außenbereich vor dem Gebäude wird gerade an der barrierefreien Erreichbarkeit gearbeitet.

Eingerichtet werden ganz unterschiedliche Bereiche, die auch den Tag strukturieren helfen: Ruheräume bieten Rückzugsmöglichkeit und Gelegenheit zur Entspannung, andere Bereiche laden zu Spiel und Unterhaltung, handwerklicher Beschäftigung oder Bewegung ein. Ein großer Garten gehört ebenfalls zum Haus. Zu Frühstück, Mittagessen und zum Nachmittagskaffee kommen die Gäste in einem Speiseraum zusammen. Und da es in der Dörfergemeinschaft Flegessen, Hasperde und Klein Süntel auch Initiativen wie die Ideenwerkstatt gibt, wird bereits auch über ein offenes Angebot, das Jung und Alt verbindet, nachgedacht.

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