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Neues Konzept für die Jugendarbeit in Bad Münder

BAD MÜNDER. Beim Blick auf das städtische Ferienprogramm gerät Daniel Köhler ins Schwärmen – über das Angebot, die Größe des 40-köpfigen Helferteams und das Engagement aller Beteiligten. Und doch: Der Kontrast zum Alltag ist dem SPD-Ortsvereinschef zu groß.

Hübsch geht wahrlich anders: Die Außenansicht des Jugendtreffs „Point“ an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. FOTO: DITTRICH
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Er will über den Rat nicht nur erreichen, dass die Arbeit der Jugendpflege transparenter wird – sondern auch, dass sich die Optik des Treffpunkts „Point“ verändert. Und dass sich die Jugendlichen selbst in einem Parlament engagieren.

Es sei „schade, dass die Jugendarbeit außerhalb der Ferien liegen bleibt“, sagt Köhler: Viele der in den Ferien Engagierten fehlten in der restlichen Zeit des Jahres – etwa, um längere Öffnungszeiten zu ermöglichen. „Ich weiß, dass es schwierig ist, Leute dafür zu finden. Aber ich finde, momentan fehlen uns auch die Visionen.“

Der Jugendtreff an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße bereitet Köhler, selbst einst in Coppenbrügge in der Jugendarbeit tätig, ebenfalls Sorgen: „keine Besucher, kaum Aktionen, miese Stimmung“ bilanziert er – und fragt: „Wo geht die Kohle hin, wenn das Point immer noch aussieht wie in den 90ern?“ Weder von außen noch von innen entspreche der Standort einem Ort, an dem sich Jugendliche wohlfühlen könnten, beklagt Köhler.

Es gehe ihm nicht darum, die Arbeit der Aktiven „unterzubuttern“ – aber das gesamte Konzept müsse auf neue Beine gestellt werden – und Jugendpfleger Frank Henning einen regelmäßigen Rechenschaftsbericht ablegen. Das sei keine Frage des Misstrauens: Nur so könne man erkennen, wo es hakt, wofür zu viel und zu wenig Geld da sei. Ein erster Schritt sei etwa kostenloses Internet per WLAN-Funkverbindung: „Ich sehe immer, wie die Jugendlichen im Kurmittelhaus sitzen, weil sie da kostenlos ins Internet können“, beklagt Köhler, der auch bei der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos Bad Münder aktiv ist. Auch PC-Arbeitsplätze, an denen Schüler ihre Hausaugaben erledigen können, würden aus seiner Sicht die Attraktivität des „Point“ aufwerten.

Aber auch die Zielgruppe selbst soll in die Pflicht genommen werden: Der Rat solle deshalb per Beschluss ein Jugendparlament einrichten. Ein solches Gremium gab es vor einigen Jahren schon in der Nachbarstadt Springe – es wurde nach einigen Jahren aber mangels Beteiligung wieder aufgelöst. Für Köhler ist seine Forderung auch eine Konsequenz aus dem Programm der SPD für die Kommunalwahl 2016: Darin hatten die Sozialdemokraten sich nicht nur vorgenommen, „attraktive Angebote für und mit Jugendlichen auch in den Ortsteilen zu schaffen“ – sondern auch, die Gründung eines Jugendparlaments zu unterstützen.



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