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Neues Gebäude für Katastrophenschutz: Grünes Licht für DRK

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Autor:

Wolfhard F. Truchseß

Einstimmig bewilligte jetzt der Kreisausschuss für Feuerwehr und Rettungsdienst dem DRK-Kreisverband einen Zuschuss in Höhe von maximal 150 000 Euro zum Erwerb der Immobilie. Einzige Bedingung: Im Gegenzug muss dem Landkreis das Recht eingeräumt werden, Katastrophenschutzmaterial dort mietfrei zu lagern. Nach dem Stand der bisherigen Verhandlungen wird das Objekt etwa 450 000 Euro kosten, der DRK-Kreisverband mithin ein Drittel des Kaufpreises vom Landkreis als Zuschuss erhalten. Ursprünglich sollte die im Internet inserierte Immobilie 550 000 Euro kosten.

Zur Begründung des Zuschusses erklärte die Verwaltung, der Erwerb der Immobilie sei notwendig, weil die bisher in Bad Münder vom DRK genutzte denkmalgeschützte „Rote Schule“ keine ausreichenden Lagermöglichkeiten biete und der bauliche Zustand hohe Investitionen verlange. Zukünftig sollen alle zwölf im Stadtgebiet von Bad Münder stationierten Kraftfahrzeuge, die fünf Anhänger und ein Feldkochherd des DRK-Einsatzzuges zentral in dem neuen Objekt stehen. Bisher standen einige Fahrzeuge im Freien, andere waren in angemieteten Garagen untergestellt, ein Teil der Materialien ist auch in einer Halle in Bakede untergebracht.

Da der Katastrophenschutz in Hameln-Pyrmont seine Zentrale in Marienau hat, stellte Rolf Keller (CDU) die Frage, ob die Kapazitäten dort tatsächlich ausgelastet seien und dort nicht Material untergebracht werden könne. Von den anwesenden DRK-Vertretern wurde dies verneint. „Dort sind alle Lagerungsmöglichkeiten ausgeschöpft“, erklärte Michael Bretzig. Auch der Ausschussvorsitzende Hartmut Binder betonte, es gebe in Marienau keine Möglichkeiten mehr, dem DRK für seine Aufgaben im Katastrophenschutz zu helfen.

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  • Diese ehemalige Produktionshalle mit angrenzenden Büroflächen in Bad Münder will der DRK-Kreisverband für Zwecke des Katastrophenschutzes erwerben. Foto: Dittrich

Die vom Ausschuss bewilligten 150 000 Euro werden nach Darstellung von Dezernatsleiterin Sabine Meißner außerplanmäßig bereitgestellt. Auf die Frage, wo das Geld angesichts der Verschuldung des Kreises herkommen solle, verwies Meißner auf die vom Land für die Linsingenkaserne gezahlten Sachkostenzuschüsse, die nicht zur Gänze für die ursprünglich vereinbarten Zwecke ausgegeben worden seien und auch nicht zurückgezahlt werden müssten. Damit bestehe auch die Möglichkeit, die für die Flüchtlingsunterkünfte angeschafften Materialien sachgerecht in Bad Münder einzulagern.



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