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Neunsitzer ersetzt Unglückswagen

Neues Fahrzeug für Lauenauer Feuerwehr

Lauenau (nah). Im Feuerwehrgerätehaus steht ein fast nagelneuer Kleinbus. In einer kleinen Feierstunde wurde der Neunsitzer in Betrieb genommen. Er ersetzt ein Vorgängermodell, das Ende Juni in einen Auffahrunfall verwickelt war. Dass damals auf der Heimfahrt von Kreiswettbewerben die jugendlichen Insassen mit dem Schrecken davongekommen sind, erfüllt Ortsbrandmeister Klaus-Werner Volker heute noch mit Dankbarkeit: "Alles andere lässt sich regeln. Und das haben wir getan", bilanzierte er die in rekordverdächtiger Zeit erfolgte Ersatzbeschaffung.

Der Schrecken vom 29. Juni sitzt den Verantwortlichen noch immer in den Knochen. Ein anderes rotes Einsatzfahrzeug war in den Lauenauer Mannschaftstransportwagen (MTW) geknallt und hatte "unser Auto ganz schön gestaucht", berichtete Volker. Sehr schnell stand fest, dass die erforderliche Reparatur an den Zeitwert heranreichen würde. Nach Verhandlungen mit dem Kommunalen Schadensausgleich begab sich das Kommando auf die Suche und wurde in Sangerhausen fündig. Mit dem Kraftfahrzeugexperten Erhard Meyer machte sich eine Abordnung auf den Weg: Nur zwölf Tage nach dem Unfall wurde das gerade 18 Monate alte Nachfolgemodell gegen den Havaristen eingetauscht. "Das steht doch so auf unseren T-Shirts", grinste Volker: "Wir fackeln nicht lange." Der Rest war Routine in den eigenen Reihen: Das Auto wurde zerlegt, lackiert, um etliche technische Einbauten ergänzt und schließlich mit Sirene und Martinshorn ausgestattet. Dabei half zwar die Samtgemeinde Rodenberg als Träger des Feuerschutzes; viel Geld und Arbeit aber investierten auch die Lauenauer Helfer. Volker blieb jedoch auf Anfrage Details schuldig: "Der jetzige Gesamtwert beläuft sich auf 22 000 Euro", wollte er lediglich bestätigen. Volker dankte den Helfern für die Arbeit und machte besonders den Gästen deutlich, dass ein MTW eigentlich unentbehrlich ist: "In den zweieinhalb Monaten ohne Fahrzeug haben wir gemerkt, was uns da fehlt." Nicht nur fällige Fahrten von Kinder- und Jugendgruppe seien zum Problem geworden, sondern auch Transporte und viele andere Anlässe. Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann teilte die Freude über den schnellen Ersatz: "Aber so klappt das bekanntlich mit Feuerwehrfahrzeugen in unserer Samtgemeinde." Gemeindebrandmeister Jürgen Wilkening erinnerte an den Unfall: "Deshalb transportieren wir unsere Kinder in Autos nur mit ordnungsgemäßen Rückhaltesystemen." Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote schüttelte immer noch ungläubig den Kopf: "Dieser Fahrzeugtausch war wirklich nicht geplant."




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