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Tante Lilli und Herr Lüker faszinieren Nachtausgabe-Publikum / Pumuckl und Kugelstern

Neues aus der Welt der Großraumunterhosen

Bückeburg (bus). Das Renommee der "Nachtausgabe" hat eine erhebliche Aufwertung erfahren. In der von der Volksbank in Schaumburg und unserer Zeitung präsentierten Erfolgsreihe gaben am Dienstag Guido Klode und Martin Lüker Kostproben ihres Könnens, die einen bombastischen Schlussapplaus hervorriefen.

Das Paar brannte als Tante Lilli und Herr Lüker in seinem Programm "Wenn Pfunde wuchern" ein Feuerwerk von allerbestens sitzenden Pointen ab, dass einem um die Zwerchfelle des faszinierten Publikums angst und bange werden konnte. Lilli, die singende Küchendiva mit Permanentlockenwicklern, und Lüker, die mimisch begabte Tastenfachkraft, stehen seit zehn Jahren gemeinsam auf der Bühne. Mehr als 100 000 Feinschmecker haben die "Musikcomedy in Hoch- und Breitkultur" der Kasseler bisher goutiert. In der - selbstredend ausverkauften - Kundenhalle des Bankhauses benötigten die komödiantischen Schwergewichte keine dreieinhalb Takte, um das Auditorium zum Mitmachen zu animieren. Das Duo vermittelt seine Erkenntnisse aus der Welt der Großraumunterhosen überwiegend im Wechselspiel, wobei Lilli den Ton vorgibt und Lüker als lakonisches Korrektiv dem Geschilderten zusätzliche Akzente verleiht: "Ich habe viele Diäten gemacht." / "Von einer wird man ja auch nicht satt." Meist gesungen oder geplaudert, mal gezaubert und mal getanztentfaltet sich die Quintessenz der Vermittlung unterdessen größtenteils erst im Nachschlag. "Ich bin so reich, dass ich ganz Bückeburg mit Scheiblettenkäse überbacken könnte - lückenlos - bis Rinteln." "Wenn alles nichts hilft geht's unters Messer - Magenerweiterung." Darüber hinaus verleihen Seitenhiebe und Gegenangriffe dem Nummernschmaus eine Portion Extra-Würze. "Ich wusste gar nicht, dass man Fliesen vernähenkann", merkt Modedetektiv Lüker mit Blick auf Lillis Vorliebe für "ausgemusterte" Kittelschürzen an. "Ge-ni-tiv ins Wasser, weil da-tiv", empfiehlt Lilli, nachdem sie während eines kleinen Ausflugs in die Untiefen der Grammatik Plusquamperfekt mit Präservativunperfekt gekontert hat. Sowie: "Wenn Sie mein Mann wären, würde ich Ihnen jeden Morgen eine schöne Tasse Kaffee ans Bett bringen - vergiftet." (Lilli) / "Und wenn Sie meine Frau wären, würde ich den auch trinken - gerne." (Lüker). Dabei pflegt das Paar, das nur deswegen von einer Heirat absieht, weil es nicht zusammen in eine Hochzeitskutsche passt, für gewöhnlich - mein Pumuckl am Flügel / mein Kugelstern am Himmel - einen durchaus harmonisch-zärtlichen Umgang miteinander. Und mit dem Publikum, das in keinem Moment Gefahr läuft, vollends Unappetitliches aufgetischt zu bekommen. So servieren Tante Lilli und Herr Lüker in zwei üppig angerichteten Zugabeportionen "etwas kleines Zartes für die Handtasche - einen String-Tanga". Zur Melodie von "Kling Glöckchen..." gibt es dieses Mal keinen Nachsatz: "Männer werden sich fragen / wenn sie ihn falschrum tragen / warum hängt bis zum Boden / ..."




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