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Hamelner Architekturbüro trägt Farbe ab / Künftige Nutzung noch unklar

Neuer Glanz fürs Alte Museum - Sanierung der Fassade hat begonnen

Rinteln (crs). Seit Jahren steht das Alte Museum am Kirchplatz ungenutzt da. Jetzt tut sich hier endlich etwas: Seit Mittwoch ist das historische Gebäude eingerüstet - im Auftrag der Eigentümer hat das Architekturbüro Lippelt aus Hameln in enger Absprache mit dem städtischen Denkmalpfleger Dirk Eggers mit der Sanierung begonnen.

Hierbei geht es nicht nur um oberflächliche Fassadenkosmetik, sondern um eine grundlegende Bestandssicherung: Die schädliche Farbe von einer früheren Restaurierung in den achtziger Jahren soll entfernt und durch ökologische Farben ersetzt werden, Holz und Mauerwerk werden komplett restauriert. Wegen der unklaren Nachnutzung des Gebäudes hätten die Eigentümer bislang eine Sanierung hinausgeschoben, erläutert der Hamelner Architekt Falk Lippelt - und warnt: "Noch zwei weitere Winter würde der Bau aber nicht überleben." Diese Negativprognose habe letztlich zum Umdenken geführt. Bis Ende April soll jetzt die Fassade des Gebäudes grundlegend saniert werden. In einem ersten Schritt wird bis Ende Januar die alte Farbeüber dem Mauerwerk entfernt. "Erst danach werden wir Klarheit über Art und Ausmaß der Schäden haben", sagt Lippelt. Denn die bei der Restaurierung im Jahr 1984 aufgetragene Farbe sei "diffusionsdicht", habe also das durch Haarrisse eingedrungene Wasser nicht mehr abgegeben und dadurch Schäden verursacht. Damals seien die Arbeiten zwar fachgerecht ausgeführt worden, sagt Lippelt: "Aber heute weiß man, dass man das nicht so macht." Bis Ende April will Lippelt mit der Fassadensanierung durch sein. Wie es danach mit dem Innenraum weitergeht, hängt entscheidend von der künftigen Nutzung des Alten Museums ab. Allein: Eine konkrete Lösung zeichnet sich derzeit noch nicht ab.




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