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Im März soll Unterkunft in Betrieb genommen werden

Neue Tierauffangstation: Hunde übernachten im Katzenhaus

Rodenberg/Bad Nenndorf (bab). Die ersten "Gäste" der neuen Tierauffangstation in Bad Nenndorf haben das Gelände bereits beschnüffelt. Obwohl noch einiges zu tun bleibt, bis die Station komplett ist, haben zwei Vierbeiner die Unterkunft getestet. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins "Rodenberg, Bad Nenndorf und Umgegend", Jutta Schneider, hat die herrenlosen Hunde zwischenzeitlich im Katzenhaus untergebracht.

Es geht voran in der Tierauffangstation. Das Katzenhaus ist gefliest, das dazugehörige Freigehege ist ebenfalls so gut wie fertig. Ende Februar bis Anfang März soll alles funktionieren im Katzenhaus. Die Tierschützer sind froh, weil sie sich dadurch eine große Entlastung erwarten. Denn die Fundtiere wurden in der Vergangenheit ausschließlich in den Privatwohnungen der Vereinsmitglieder versorgt. Wie Schneider die derzeitige Lage einschätzt, wird es künftig noch mehr Problemfälle geben, da die Tierhalter immer weniger Verantwortungsbewusstsein hätten. Immeröfter würden Tiere ausgesetzt. Fundkatzen gehören zur Tagesordnung. Schneider weiß, dass häufig auch menschliche Tragödien hinter den Tierschicksalen stehen. Doch die Besitzer würden immer "ignoranter". Sie machten sich nicht rechtzeitig Gedanken, wie viel Geld und Zeit Tiere kosten und wohin sie im Fall des Falles sollen. So werden sie einfach ihrem Schicksal überlassen. Hinzu kommt, dass die Vermittlungsrate von Fundtieren stagniert. So bleiben immer mehr Tiere in der Obhut des Vereins. Werden die Besitzer ermittelt, versuchten diese, sich aus der Verantwortung zu ziehen. Auch für die Kosten, die dem Verein entstehen, wollen die Besitzer häufig nicht einstehen. Je mehr Arbeit und Pflege auf den Verein zukomme, desto wichtiger werde es, die Station endlich in Betrieb zu nehmen. "Unsere Grenze ist inzwischen erreicht", sagt Schneider. Dank der Hilfe vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter sei es nun bald soweit. "Es gibt einige, die haben hier jede freie Minute geholfen." Ein Beispiel sei Gitta Engelke, die sich beinahe täglich auf der Tierstation nützlich mache. Schneider hätte sich über ein schnelleren Baufortschritt gefreut, aber die Umstände ließen es nicht zu. "Das Hundehaus ist noch ein finanzielles Problem", sagt Schneider. Deshalb möchte sie die beiden Schützlinge, einen Berner Sennenhund und einen Lhasa-Apso, auch gerne umgehend vermitteln. Bei dem Sennenhund dürfte es keine Schwierigkeiten geben, er sei familienfreundlich und kinderlieb. Sein kleiner Gefährte habe jedoch seine Tücken. Kontakt: Wer sich für die Hunde interessiert, kann sich beim Verein unter (05723) 82 90 melden.

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