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Hytera Mobilfunk für den Niedersächsischen Außenwirtschaftspreis nominiert

Neue Struktur – und gleich preiswürdig

Eimbeckhausen. An der Fritz-Hahne-Straße in Eimbeckhausen werden derzeit fest die Daumen gedrückt: Am kommenden Dienstag wird beim Niedersächsischen Außenwirtschaftstag auf der Hannover Messe der Niedersächsische Außenwirtschaftspreis vergeben – und unter den nominierten Unternehmen ist auch die Hytera Mobilfunk GmbH mit Sitz in Eimbeckhausen.

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Fünf kleine und mittlere Unternehmen haben es in die Endrunde geschafft und sind heiße Kandidaten für den Preis, der im Auftrag des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr von der landeseigene Außenwirtschaftsgesellschaft NGlobal vergeben wird. Ausgezeichnet werden im Exportgeschäft erfolgreiche Unternehmen, und dazu gehört die Hytera Mobilfunk GmbH zweifelsfrei.

„Schon die Nominierung ist eine Auszeichnung“, freut sich Markus Oltmanns, bei Hytera in Eimbeckhausen zuständig für Produktmanagement, Marketing und PR. Er will am Dienstag mit Kollegen nach Hannover fahren, große Hoffnungen im Gepäck: „Wir würden uns sehr freuen, wenn wir den Preis gewinnen“, sagt er. Nicht zuletzt würde eine Auszeichnung das Unternehmen noch bekannter machen. Dass der Name Hytera derzeit nicht einmal am Heimatort Bad Münder überall geläufig ist, erleben die Mitarbeiter des Mobilfunk-Experten immer wieder – allerdings wurde das Unternehmen auch erst vor rund einem Jahr in die Hytera-Gruppe eingebunden. Von 1988 bis 2012 gehörte die Firma zum Rohde und Schwarz-Konzern, zunächst unter dem Namen R&S Bick Mobilfunk GmbH, dann als Rohde & Schwarz Professional Mobile Radio GmbH. Gegründet wurde das Unternehmen bereits 1980 als Ingenieurbüro für Funkzubehör und professionelle Funknetze von Heinz Bick.

Die Spezialisierung auf professionelle Funksysteme verschaffte den Eimbeckhäusern weltweite Beachtung, heute setzen Kunden in 40 Ländern in Europa, Asien, Afrika sowie Nord- und Südamerika auf ihre Lösungen. Zum Einsatz kommen die professionellen digitalen Mobilfunksysteme in vollkommen verschiedenen Bereichen – zumeist aber da, wo eine sichere Verbindung ein Muss ist: Zu den Kunden gehören Energieversorger und Unternehmen der Gaswirtschaft ebenso wie Flughafenbetreiber, Industriebetriebe und Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Das Nachsehen hatten die münderschen Entwickler allerdings in Deutschland: Als es vor einigen Jahren um die Auftragsvergabe für den digitalen Polizeifunk ging, hatte sich Rohde und Schwarz gemeinsam mit Motorola und der Telekom-Tochter T-Systems beworben, ein Konsortium um den europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS sicherte sich schließlich den milliardenschweren Auftrag.

Gut aufgestellt sieht Oltmanns das Unternehmen hingegen mit der Übernahme durch den Konzern Hytera Communications. Der größte chinesische Anbieter professioneller Mobilfunktechnik eröffnete nicht nur neue Märkte, er steuert auch Endgeräte bei. Und Hytera Mobilfunk wächst: Gerade erst wurde der deutschen Spezialisten für Funkprotokolle FED mit Sitz in Flensburg integriert, auch in Frankfurt ist das Unternehmen vertreten. Negative Auswirkungen auf die Mitarbeiterzahl hatte die Übernahme nicht: 151 Mitarbeiter gehören zum Unternehmen, davon 140 am Standort Eimbeckhausen.jhr



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