weather-image

Neue Streuobstwiese in Hachmühlen angelegt

HACHMÜHLEN. Jahrelang hatten die Mitglieder nach einem passenden Gelände gesucht – nun hat die Fördervereins-Arbeitsgruppe mit dem etwas sperrigen Titel „Landschaftspflege und -gestaltung“ mit einem guten Dutzend fleißiger Helfer an der Straße Im Rahr eine neue Streuobstwiese angelegt.

Einer von acht Obstbäumen wandert mit seinen Wurzeln ins Erdreich: Ein gutes Dutzend Helfer waren beim Einsatz auf der Streuobstwiese dabei, darunter Ortsbürgermeister Hartwig Möller (links). Foto: Honig

Autor

Gerhard Honig Reporter

Christian Herbst als Grundeigentümer hatte das rund 2000 Quadratmeter große Gelände dem Förderverein pachtfrei und unbürokratisch mit einem langfristigen Nutzungsvertrag zur Verfügung gestellt und jetzt bei der Pflanzaktion im Beisein des Inhabers der Eldagser Baumschule Kewel, Edward Praprotny, mit Hand angelegt.

Fördervereins-Chef Stefan Markwirth stellt diese Aktion als die letzte im Jubiläumsjahr „800 Jahre Hachmühlen“ heraus, wobei die Zahl Acht auch hier eine Symbolik enthalte: „Acht Obstbäume haben wir gepflanzt“ – und zwar eine Birne „Conférence“, fünf Apfelhochstämme (Ontario, Jakob Lebel, Berlepsch, Gravensteiner und Boskoop) sowie je eine Zwetsche Italia beziehungsweise Deutsche Hauszwetsche.

Herbst regte an, diese nunmehr dritte Streuobstwiese in Hachmühlen, nach jener auf der Mertensaue beziehungsweise der erst kürzlich von Familie Markwirth gegründeten am Ende der „Sandkuhle“, mit einem geeigneten Namen zu versehen. Damit solle der Name des Grundstücksvorbesitzers August Hakemeyer lebendig bleiben und nicht dem Nebel des Vergessens anheim fallen.

Der Förderverein wolle sich deshalb Gedanken machen, versprach der Vorsitzende. Am Rande des Arbeitseinsatzes wies Prasuhn auf den Baum des Jahres 2018, die Esskastanie, hin und stellte die Frage nach einem geeigneten Ort zur Pflanzung derselben. Ebenso stellte er die Anpflanzung weiterer Obstbäume sowie die Errichtung einer Schautafel auf diesem Areal in Aussicht. Die Volksbank Hameln-Stadthagen hatte zu dieser Biotopverbesserung übrigens einen Zuschuss in Höhe von 600 Euro bereit gestellt.

Hans Prasuhn brachte mit dem Luther-Wort „Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen“ seine Empfindung in Anlehnung an das diesjährige Jubiläum des Reformators und ebenso seine Zufriedenheit nach getaner Arbeit zum Ausdruck.

Alte Kulturform verschwindet allmählich:Der ökologische Wert von Streuobstwiesen ist seit langem unbestritten.

Insbesondere durch das allmähliche Verschwinden dieser alten Kulturform des ländlichen Obstanbaus zugunsten moderner Landwirtschaft oder urbaner Ausdehnung sind die Blicke der Landschaftsschützer allerwärts verstärkt auf der Suche nach Nischen in der Landschaft. Diese sollen sich für die Gründung neuer Streuobstwiesen eignen und, was ebenso wichtig ist: deren Besitzer müssen sich dazu mit ins Boot nehmen lassen.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt