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SPD-Fraktionsvorsitzender: Pläne lagen aus / CDU-Stadtverbandschef: Sinnlose Umleitung

Neue Radweg-Route wohl schwer durchsetzbar

Rinteln (wm/crs). Der umstrittene Radweg, der künftig am Freibad entlang führen soll, war - wie zu erwarten - auch mit ein bestimmendes Thema bei der jüngsten Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes. Vorsitzender Veit Rauch zog als Fazit: "Der Stadtrat hat erst kürzlich beschlossen, die Bürger der Stadt Rinteln mit Steuererhöhungen und höheren Energiepreisen finanziell zusätzlich zu belasten. Jetzt will die Stadtverwaltung gemeinsam mit der von der SPD und den Grünen gestellten Mehrheit im Stadtrat Geld für eine nicht nur unnötige, sondern auch sinnlose Umleitung des Weserradwegs ausgeben. Das ist absoluter Blödsinn", so Rauch. Dass durch diese Maßnahme tatsächlich mehr Radtouristen nach Rinteln kommen sollen, wie von den Befürwortern dieser Trassenführung behauptet werde, sei für die CDU äußerst fraglich. Rauch: "Der Qualitätsverlust für das Weserangerbad hingegen steht fest. Hier plant die Stadt an der Meinung und am Willen der Bürger vorbei."

SPD-Fraktionsvorsitzender Klaus Wißmann reagierte gestern auf die Aufforderung von WGS-Fraktionschef Gert Armin Neuhäuser, Wißmann solle die "Umkipper" unter den jetzigen Gegnern der Radweg-Verlegung beim Namen nennen (wir berichteten). "Auch die WGS hat sich nicht von vornherein gegen das Projekt positioniert", erinnert Wißmann: Im Arbeitskreis zur Aufwertung der Weserpromenade, der im Frühsommer vergangenen Jahres zur Bewertung der drei Architekten-Vorschläge entstanden war, sei mit Antje Rinne schließlich auch ein Mitglied der WGS vertreten gewesen. "Und dieser Arbeitskreis hat die Verlegung des Radwegs ans Weserufer einstimmig beschlossen." Wißmann kritisiert zudem, dass sich die Skeptiker des Projekts erst jetzt zu Wort melden. "Die Pläne lagen im Rathaus aus, da hat niemand Alternativvorschläge gemacht." ImÜbrigen sei er selber zwar nach wie vor ein Verfechter der neuen Radweg-Route, sagt Wißmann - aber eben auch Realist: "Nach der Bürgerversammlung muss ich sagen, das wird wohl schwer durchsetzbar sein."



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