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Neue Probleme mit dem Brandschutz

Bad Münder. Jetzt kommt’s knüppeldick: Die Nachricht von der Schließung des maroden Solebewegungsbades ist kaum verarbeitet, da schreckt eine weitere Botschaft die Stadtverwaltung hoch: Brandschutzmängel machen kurzfristig die Schließung von mehreren Räumen der Grundschule Bad Münder notwendig. Eine Fluchttreppe muss eingebaut werden.

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Aufgefallen sind die Mängel jetzt bei einer Prüfung der notwendigen Investitionen in den Standort der Grundschule an der Kellerstraße. Insbesondere fehlende Rettungswege aus den höher gelegenen Räumen bemängeln die Prüfer.

Kurios dabei: Erst 2011 hatte es eine Begehung der für den Brandschutz zuständigen Mitarbeiter des Landkreises gegeben – Routine im Rahmen der regelmäßigen Brandschau. Die Bauaufsicht des Landkreises prüft insbesondere Gebäude und Einrichtungen mit erhöhten Brandrisiken oder solche, in denen bei einem Brand eine größere Zahl von Personen gefährdet wird. Nach Bekanntwerden der Mängelliste setzte sich die mündersche Bauverwaltung mit dem Landkreis in Verbindung. „Wir mussten darauf sofort reagieren“, erklärt Uwe Hünefeld, Fachdienstleiter Bauen.

Dafür, dass die Brandschutzmängel nicht zuvor vom Landkreis festgestellt wurden, hat Eberhard Kuppig, Leiter der Bauaufsicht, eine Erklärung. Im vergangenen Jahr wurde das Gesetz über den Brandschutz in Niedersachsen neu aufgelegt, seitdem werde bei Brandschauen nach den neuen gesetzlichen Regelungen vorgegangen.

Um möglichst schnell eine Lösung für die Grundschule herbeizuführen, verständigten sich Schulleitung und Bauverwaltung auf das weitere Vorgehen: Schulleiter Christoph Schieb informierte in einer Dienstbesprechung das Kollegium, änderte die Raumbelegung und quartierte zwei Klassen um, außerdem wurde mit dem Freimachen von Rettungswegen begonnen. Probleme bereitet nach Darstellung Hünefelds insbesondere die Situation im Obergeschoss des zur Kellerstraße ausgerichteten Gebäudetraktes. Eine zusätzliche, flexibel einzusetzende Fluchttreppe in Richtung des Gebäudes Kellerstraße 17 soll das Verlassen des Gebäudes auch dann ermöglichen, wenn der Weg durch das Treppenhaus abgeschnitten ist. Um diesen Rettungsweg zu ermöglichen, müssen auch zusätzliche Türen eingebaut werden. Die Umsetzung hat für die Bauverwaltung Priorität – erwartet werden Kosten in Höhe von bis zu 40 000 Euro. Zur Finanzierung könnte Geld verwendet werden, dass die Verwaltung ursprüngliche für Investitionen in Schulgebäude reserviert hatte. Am Montag will die Verwaltung die Fraktionen über die vorgesehene Finanzierung informieren. Auf einen zeitlichen Rahmen zur Beseitigung der Mängel wollte sich Hünefeld gestern nicht festlegen: So schnell wie möglich – aber die Beschaffung und Installation der Fluchttreppe sowie die Bearbeitung des notwendigen Bauantrages müssten berücksichtigt werden.jhr

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