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Neue Feuerwehr-Adresse in Bad Münder: Gewerbepark

BAD MÜNDER. Die neue Rettungswache der Feuerwehr Bad Münder soll im Gewerbepark Rahlmühler Straße stehen – diesen Beschluss fassten am Donnestagabend gleich drei Gremien. Ortsrat Bad Münder, Feuerschutzausschuss und Bauausschuss waren im Konzertsaal-Foyer zusammengekommen.

Intensive Beratung im Ortsrat Bad Münder: Helmuth Mönkeberg (von links), Petra Joumaah, Thomas Konior, Bianca Rakel, Henning Schnelle und Marian Hartmann kommen zu einem einstimmigen Votum – sie stimmen für den Neubau der Feuerwache im Gewerbepark Ra
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Bei der gemeinsamen Sitzung stellten sie die Weichen für diese weitreichende Entscheidung.

Die deutliche Empfehlung an den Verwaltungsausschuss, der den Standort am 9. März festzurren soll, basierte auf den Erhebungen, die die Verwaltung im Vorfeld angestrengt hatte. In einer Antragskonferenz waren Fachbehörden des Landkreises um Stellungnahme und Einschätzungen zu möglichen Standorten gebeten worden, zudem hatte das Hamburger Unternehmen BBS Gefahrenabwehr die zwei letztlich favorisierten Standorte auf ihre Eignung unter feuerwehrtaktischen Gesichtspunkten untersucht.

Bürgermeister Hartmut Büttner warb bei der Vorstellung der Entscheidungsgrundlagen für den Verwaltungsvorschlag, der eine neue Feuerwache im Gewerbegebiet vorsieht. Zentrale Punkte, die für die Rahlmühler Straße sprechen: Im Gewerbepark werde mit relativ geringem Konfliktpotenzial gerechnet, während auf dem Festplatz Lindenallee, dem zweiten untersuchten Standort, größere Anstrengungen zum Schallschutz unternommen werden müssten. Nutzungskonflikte zum angrenzenden reinen Wohngebiet werden erwartet. Außerdem lasse das Gelände des Festplatzes nur begrenzt eine Erweiterung zu. Geländeversätze machen zudem nicht unerhebliche Bodenarbeiten notwendig.

Ein weiteres Argument, das der Bürgermeister hervorhob: Er geht davon aus, dass die Vielzahl der zu lösenden Aufgaben und schwierigere Voraussetzungen zu einer etwa zwei Jahre längeren Planungs- und Genehmigungszeit führen werden als am Standort Gewerbepark.

In der Vergangenheit war eine Planung, die nichts mit Gewerbeansiedlung zu tun hat, für den Gewerbepark häufig mit dem Hinweis auf zurückzuzahlende Fördergelder begleitet worden. Die Verwaltung rechnet beim Bau einer Feuerwache mit einer Rückforderung von rund 5000 Euro. „Das ist zu lösen“, so Büttner. Er betonte, dass der Vorschlag mit vielen Beteiligten abgestimmt sei und erwartete kaum Gegenstimmen. „Ich sehe uns auf einem guten Weg“, erklärte er – und wurde von der Politik bestätigt. Peter Meyer unterstützte für die CDU den Vorschlag unter Hinweis auf die Erweiterungsmöglichkeit im Bedarfsfall. Für Helmuth Mönkeberg (proBürger) steht fest: „Das ist unser Grundstück“, Hubertus Wöllenstein und Detlef Olejniczak erklärten für die Ratsgruppe aus SPD, Grünen und Linken, den Vorschlag unterstützen zu wollen. „Noch vor eineinhalb Jahren habe ich gesagt, dass ich den Neubau einer Feuerwache in Bad Münder wohl nicht mehr erleben werde. Inzwischen denke ich anders – das muss man auch mal eingestehen“, betonte der Feuerschutzausschussvorsitzende Olejniczak .

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