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Neue Datenautobahn für Bad Münder: Telekom baut Internet aus

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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

„Im Vorwahlgebiet bleibt damit quasi nichts mehr übrig“, sagt Roger Pettenpohl, Regio-Manager der Deutschen Telekom. Nach Berechnungen der Telekom profitieren rund 5300 Haushalte in Bad Münder von dem Ausbau. Dazu gehören neben der Kernstadt der Deisterbahnhof, Teile von Eimbeckhausen sowie die Ortsteile Nettelrede, Luttringhausen und Böbber.

„Vor allem Böbber war uns wichtig“, betont Wirtschaftsförderin Anika John. Dort gab es bisher nur eine Leitung für maximal zwei Megabit. Zu wenig für jemanden, der beispielsweise Filme bei Streaming-Anbietern ohne lange Wartezeiten sehen wollte. Das Filmportal Netflix empfiehlt bereits für seine Standardqualität eine Drei-Megabit-Leitung, Hochauflösende Inhalte benötigen fünf Megabit oder mehr.

Das Problem der alten Verbindungen: Je länger die Kupferleitung, desto schwächer das Signal. Für das 100-Megabit-Netz verlegt die Telekom Glasfaserkabel, die das Signal digital und ohne Verluste weiterschicken. Erst in den aufgerüsteten Verteilerkästen wird das digitale Signal umgewandelt und in die bestehenden Kupferleitungen zu den Häusern geschickt. Gebaggert wird für den neuen Datenturbo deswegen nur bis zu den Verteilerkästen, nicht aber vor jedem Haus. Die Höchstgeschwindigkeit soll rund 550 Meter um die Verteiler erreicht werden.

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  • Faser für Faser: Telekom-Fernmeldemonteur Klaus-Dieter Schwarz (links) zeigt Wirtschaftsförderin Anika John, wie die neuen, digitalen Leitungen verschweißt werden. Die alten Kupferleitungen werden nur noch für die letzten Meter zum Haus genutzt. Fotos: Dittrich

„Viele Kabel sind schon verlegt, viele Verteiler stehen auch schon“, sagt Pettenpohl. 17 Kilometer Glasfaser verlegt die Telekom, 22 Verteiler werden aufgerüstet. Eine Investition ohne Förderung, wie Pettenpohl betont. Die neuen Leitungen sollen Ende Januar verfügbar sein. „Auch Kunden von bestehenden Verträgen müssen sich aber bei uns melden. Wir dürfen nicht eigenmächtig die Internetgeschwindigkeit erhöhen.“

In Bakede, Beber, Rohrsen, Hamelspringe, Hachmühlen, Flegessen, Klein Süntel, Egestorf und Nienstedt wurde das Netz bereits in den vergangenen Jahren teils mit Fördermitteln ausgebaut. Dort gibt es Leitungen, die bis zu 50 Megabit in der Sekunde ermöglichen. Der Landkreis forciert parallel den Aufbau einer eigenen Internet-Infrastruktur für ländliche Regionen, in denen Unternehmen wie die Telekom aus wirtschaftlichen Gründen nicht investieren wollen.



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