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Nettelreder Kinderzeltlager ist seit 37 Jahren Tradition

NETTELREDE. Als man in Grönje am Deisterrand vor 37 Jahren die Idee hegte, unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit mit den Kindern der Ortschaft zu einem Zeltlager aufzubrechen, ahnte sicherlich niemand, dass die Generation der Kinder von einst heute als Betreuer dabei ist.

Insgesamt 75 Kinder sind in diesem Jahr am Helenensee nahe Rinteln dabei. foto: Mensing

Autor

Gert Mensing Reporter

Denn ununterbrochen findet seither das viertägige Zeltlager zu Pfingsten statt.

Damals wurde der Helenensee nahe Rinteln, kurz hinter der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen, als Ziel auserkoren – und das hat sich beis heute nicht geändert. Dieter Otto und Fritz Wehrhahn hatten damals die Idee dazu und die Organisation übernommen. Kurz darauf stießen die Eheleute Glittenberg dazu. Bezeichnend: Tochter Simone Bolland, inzwischen Ortsratsmitglied, ist heute im Betreuerstab dabei.

Befürchtungen über einen Mangel an Beteiligung kommen auch in diesem Jahr nicht auf. Denn inzwischen ist das Zeltlager weit über die Stadtgrenzen bekannt. „Sogar aus Völksen sind Kinder dabei“, betont Andreas Schlüter, der vor vier Jahren die Zeltlagerleitung von Olaf Böttcher übernommen hat. 75 Jungen und Mädchen sind dabei und haben ihren Spaß. Auch bei der Betreuung gibt es keine Probleme. Denn 19 Erwachsene, überwiegend vom Turn- und Sportverein, sorgen für die notwendige Aufsicht und sind bemüht, die Kinder zu versorgen. Die Lagerordnung sorgt dafür, dass es keine Missverständnisse gibt. Die Kinder kennen sie auswendig. Und auch am Helenensee kennt bereits jeder Mitarbeiter das einzigartige Traditionszeltlager.

Das Programm ist auch in diesem Jahr wieder reichhaltig bestückt: Auf die Kids warten bereits die von den Betreuern am Vortag aufgebauten Zelte, direkt neben dem Badestand. So kann man gleich lostoben oder das Seegelände erkunden.

Nicht weit entfernt befindet sich ein Steinbruch, der als regelmäßiges Ausflugsziel viele „Fundsachen“ erblicken lässt, die von den Kindern mitgenommen werden. Wer nicht wandern will, der kann auch baden. Allerdings ist das Seewasser noch reichlich frisch – die Kinder stört das aber nicht.

Abends ist Spaß angesagt, beim Grillen, bei der „Talentshow“ oder der „Hochzeit“. Dabei entwickeln sich zahlreiche „Brautpaare“ im Zeltlager. Darüber hinaus sind auch Spiel, Sport und Geschicklichkeit angesagt. Etwa bei der Lagerrallye, bei der die Betreuer an zahlreichen Stationen eigene Spiele entwickelt haben, wo die Gruppen um Punkte kämpfen – darunter der Briefkuvert-Zielwurf, der Wassertransport, das Teebeutel-mit-dem-Mund-Schleudern oder die Maschine, die Erbsen auswirft, die dann mit einem Hammer getroffen werden sollen.

Die Zeit vergeht wie im Flug. Und so gibt es am Pfingstmontag viele traurige Gesichter, als es nach der Mittagssuppe an den Rückbau der Zelte geht. Allerdings mit Vorfreude auf das nächste Pfingstfest – denn zu dem ist das Zeltlager am Helenensee natürlich bereits wieder gebucht.



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