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Konzern legt Jahresergebnis 2006 vor

Neschen-Verlust sinkt auf 3,3 Millionen Euro

Bückeburg (rc). Die Neschen AG hat das Geschäftsjahr 2006 mit einem Minus von 3,3 Millionen Euro (Vorjahr: minus 9,4 Mio.) nach Steuern abgeschlossen. Das teilte das Unternehmen in einer Ad-hoc-Meldung mit. Der Umsatz sank um 4,9 Prozent auf 129,5 Millionen Euro. Zurückgeführt werden die Rückgänge auf Restrukturierungen des US-Geschäfts, die Neschen sowohl Umsatzrückgänge als auch Einmalaufwendungen in Höhe von 3,4 Millionen Euro bescherten.

Das Ebit, also der Gewinn vor Zinsen und Steuern sowie außerordentlichem Ergebnis, beträgt 1,9 Millionen Euro (Vorjahr minus 4); das Ebitda, also das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, beläuft sich auf 7,5 Millionen Euro (Vorjahr 2,4 Millionen). Bereinigt um die Aufwendungen für die Restrukturierung liegt das Ebit sogar bei 5,3 Millionen Euro und damit um 300 000 Euroüber den Prognosen. Die Eigenkapitalquote im Konzern sank auf minus 4,5 Prozent; sie hatte im Vorjahr noch bei 1,3 Prozent gelegen. In diesem Wert spiegelten sich die Kosten der Restrukturierung inklusive der Abschreibung von Teilwerten der vergangenen drei Jahre wider, die Neschen auf insgesamt 19,2 Millionen Euro beziffert. Bei der Neschen AG beläuft sich das Eigenkapital auf elf Millionen Euro. Bei einer so geringen Eigenkapitalquote schrillen normalerweise alle Alarmglocken. Daher verweist die Neschen AG auf die im Dezember mit der US-Investmentbank Bear Stearns vereinbarte Rekapitalisierungsmaßnahme. Sie sieht einen Forderungsverzicht der Banken in Höhe von fast 15 Millionen Euro sowie eine Kapitalerhöhung von 4,375 Millionen Aktien vor: "Nach Umsetzung der Rekapitalisierung wird sich die Eigenkapitalquote des Konzerns auf zirka zehn Prozent belaufen." Wann und wie die Rekapitalisierung umgesetzt wird, dazu machte der Konzern keine Angaben. Er verwies lediglich auf die am 21. Juni in Bückeburg stattfindende Hauptversammlung, auf der "weitere Details bekannt gegeben werden". Für das laufende Jahr bestätigt Neschen die Prognosen. Die per Februar erzielten Umsatz- und Ergebniszahlen würden "leicht" über dem Budgetniveau liegen und die in den vergangenen Jahren eingeleiteten Restrukturierungen bestätigen. Außerdem gab Neschen Umsetzungen im Aufsichtsrat bekannt. Der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Hans-Günter Scholz und Aufsichtsrat Matthias Werth scheiden mit Wirkung von gestern aus. Nachfolger sind Heinzwerner Feusser, unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender des Technologiekonzers Augusta AG, und Dr. Norbert Dieterich. Rolf W. Zinn bleibt im Aufsichtsrat.



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