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Hegering besucht Stoppelhopser

Natur im Kindergarten

WALLENSEN. Waldwochen gibt es in der Kindertagesstätte Stoppelhopser schon seit Jahren.

„Einmal im Jahr geht jede Kindergartengruppe mit ihren Erziehern in den Wald hier in der Region“, erklärt die Leiterin der Einrichtung, Claudia Lange. Die drei Gruppen sind an unterschiedlichen Orten. Waldtiere der Region bekommen die Kinder selten zu Gesicht, weshalb letztes Jahr erstmals das Waldmobil der Jägerschaft Hameln-Pyrmont in Wallensen zum Einsatz kam. Betreut durch den Hegering Salzhemmendorf fuhren auch dieses Jahr wieder Kathrin Sievert und Peter Gummert mit dem Waldmobil an der Kindertagesstätte vor. Die Kinder dürfen Tierpräparate auch anfassen und merken, wie sich die Tiere anfühlen.

Kathrin Sievert hat sich über die Jägerschaft vor einigen Jahren selber im Bereich der Waldpädagogik Lernort Natur fortgebildet und kann kind- und altersgerecht Kindergartenkindern und auch Schülern die Tier- und Pflanzenwelt des heimischen Waldes näherbringen. Zur Begrüßung blies Sievert allerdings zunächst in ihr Jagdhorn und zeigte den 54 Kindergarten- und 27 Krippen-Kindern so, wie sich die Jäger im Wald auch über größere Strecken verständigen können. Dieses Jahr hatte die Coppenbrüggerin Tonscheiben vom Tonscheibenschießen im Gepäck, womit die Kinder wieder etwas basteln konnten. Dank darin zerdrückten Ton konnten die Kinder in der Tonscheibe Abdrücke von Rehläufen abnehmen und später mit nach Hause nehmen. „Wir achten darauf, dass die Kinder beim Basteln dann immer etwas mit Naturmaterialien machen und natürlich auch etwas mit nach Hause nehmen können. Dabei lernen die Kinder, wie man Gegenstände in der Jägersprache nennt. Wir haben die verschiedensten Möglichkeiten, wodurch die Kinder besonders durch anfassen auch Dinge begreifen. Hier bei den Stoppelhopsern habe ich zunächst eine Geschichte vorgelesen und bringe dann den Kindern die Tierwelt des Waldes näher. In anderen Einrichtungen habe ich die Waldwochen auch selber schon im Wald mit begleitet und dort Aktionen wie etwa den Bau eines Waldsofas begleitet“, so Sievert. Auch in Schulen waren die Jäger schon oft unterwegs.

Den Jägern vom Hegering ist besonders wichtig, dass den Kindern so die Natur nähergebracht und auf kindliche Art erklärt wird. So wird die Scheu vor der Natur verloren und die Kinder begreifen auch, wie die Jäger aktiv Naturschutz betreiben. Dabei wird den Kindern zusätzlich bewusst gemacht, dass Tiere auch geschossen und anschließend gegessen werden können.gök

Am Waldmobil Lernort Natur können die Kinder die heimischen Waldtiere richtig erkunden. FOTO: GÖK



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