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Nato-Gelände bei Bad Münder: Antworten auf Tanklager-Fragen

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Auf einige gibt es nun Antworten – im Gutachten, das der ins Auge gefasste Betreiber der Anlage in Auftrag gegeben und den Forstgenossen vorgestellt hat.

Wie sehen die Tanks aus?

Die vier im Erdreich versenkten Stahlbetontanks mit Stahlinnenbehälter, je zwei mit 2500 Kubikmeter und zwei mit 5000 Kubikmeter Fassungsvermögen, haben eine Beton-Bodenplatte von rund 40 Zentimeter Dicke, einen etwa 30 Zentimeter starken Betonmantel und eine etwa 35 Zentimeter starke Betondecke. Innen sind sie mit Stahlbehältern ausgekleidet, der Stahl ist im unteren Wandbereich und Bodenbereich 8,3 Millimeter stark, im oberen Bereich etwas dünner.

Wie ist der Zustand der Tanks?

Die Tanks wurden regelmäßig alle fünf Jahre durch den TÜV geprüft. Alle zehn Jahre wurden sie nach der Fertigstellung 1976 einer inneren Prüfung unterzogen. 2004 wurde die Anlage stillgelegt, die Tanks restentleert und gereinigt. Im Dezember 2015 gab es die letzte Befahrung eines Tanks. „Der Behälterboden wies keine nennenswerten Korrosionsnarben auf“, heißt es vom Gutachter.

Was soll gelagert werden?

Die Tanks sollen künftig zur Lagerung von organisch-mineralischem NK-Flüssigdünger genutzt werden. Nach Beschreibung des Herstellers soll der als „chloridarmer Kalidünger“ insbesondere für Kulturen wie Raps, Mais, Kartoffeln oder Zuckerrüben verwendet werden. Im Gutachten wird der Dünger als „schwach wassergefährdend“ eingestuft.

Wie kommt der Dünger in die Tanks?

Die vorhandenen Fernleitungen sollen nicht genutzt werden. Der Dünger wird mit Tanklastzügen angeliefert, die dann an Abfüllplätzen oberirdisch mit Rohrleitungen entleert oder später befüllt werden. Die Stutzen der unterirdischen Leitungen sollen verschlossen werden.

Wer will die Tanks nutzen?

Interesse an den Tankkapazitäten der Forstgenossen hat die Bollmer Umwelt GmbH mit Hauptsitz in Wietmarschen. Nach eigenen Angaben verfügt das Unternehmen bundesweit über Lagerkapazitäten von mehr als 240 000 Tonnen, darunter 50 000 Tonnen für die Lagerung flüssiger Stoffe.



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