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Nahverkehrsplan: Bad Münder gut erschlossen

BAD MÜNDER. Stadt und Ortsteile sind gut mit Bus und Bahn erschlossen. Das bescheinigt Bad Münder zumindest der Entwurf des neuen Nahverkehrsplans, der diese Woche der Politik des Landkreises vorgestellt wurde.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Demnach gebe es „keine Erschließungslücken“ – ein Umstand, der sich dadurch definiert, dass zusammenhängende Siedlungsgebiete (etwa Ortsteile) mit mehr als 200 Einwohnern zu 80 Prozent erschlossen sind. Mindestkriterium: 600 Meter bis zur nächsten Bushaltestelle. Laut Planentwurf seien lediglich in Bakede „westlich gelegene Siedlungsgebiete nicht durch den ÖPNV erschlossen“. Trotzdem deckten die vorhandenen Haltestellen etwas mehr als 80 Prozent der Ortschaft ab.

Dass Bad Münder unter dem Strich auch die Forderung an die Anzahl der täglichen Nahverkehrs-Fahrten erfüllt, liegt aus Sicht der Planer vor allem an der S-Bahn – und der Buslinie 10, die ebenfalls zwischen Hameln und Bad Münder sowie nach Eimbeckhausen fährt. Orte, die entlang der Linie lägen, „profitieren von der Fahrtenhäufigkeit“. Dort, wo das nicht der Fall sei, würden die Anforderungen dagegen nur knapp erfüllt – oder gar nicht. Letzteres trifft etwa auf Nienstedt außerhalb der Schulzeit zu: Zwar kann man per Regiobuslinie 562 Richtung Barsinghausen gelangen, nicht aber Richtung Bad Münder.

Die Linie 10 hat laut Analyse aber auch für die Kernstadt Bad Münder selbst eine wichtige Bedeutung: Durch die Lage des Bahnhofs weit außerhalb des Ortszentrums sei man per Bus sogar noch „besser an die Kreisstadt Hameln angebunden als über den Schienenverkehr“.

 Auch die Haltestellen werden in dem Entwurf analysiert: Hier sticht Bad Münder im Landkreisvergleich vor allem heraus, weil es die einzige Kommune mit mehr Haltestellenbuchten als Fahrbahnrand-Stopps ist. Gut oder schlecht ist das nicht automatisch: Die An- und Abfahrt zum Halt ist für die Busse leichter als bei einer Bucht. Andererseits kann es beim Ein- und Aussteigen mal eng werden, wenn etwa Radfahrer auch den Straßenrand nutzen.

55 der 93 Haltestellen im Stadtgebiet verfügen demnach über ein Wartehäuschen. Die Barrierefreiheit der Haltepunkte wird bislang nicht umfassend erhoben. Erste Anhaltspunkte: 19 Stopps sind in Bad Münder mit speziellem Bordstein ausgerüstet, 13 verfügen über Leitlinien für Menschen mit Sehbehinderung.



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