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30-Jähriger wegen dringenden Mordverdachts seit Montag in Untersuchungshaft

Nachüber 7 Jahren: Hohenroder Mordfall vor der Aufklärung

Hohenrode (wm). Am 12. November 2000 ist der Leichnam der damals 48-jährigen Krystyna Pagacz-Znoj 150 Meter neben der Landesstraße am Ortsausgang Hohenrode in Richtung Rumbeck von Spaziergänger entdeckt worden. Der Leichnam war mit Ästen bedeckt gewesen, die Frau war erwürgt worden. Die gerichtsmedizinische Untersuchung hatte ergeben, dass sie mutmaßlich zwei Tage vorher einem Sexualverbrechen zum Opfer gefallen war. Nach sieben Jahren steht dieser Mord kurz vor der Aufklärung - möglich durch DNA-Material des mutmaßlichen Täters, das damals am Tatort sicher gestellt worden ist, aber niemand zugeordnet werden konnte.

EinÜberfall auf eine 58-jährige Frau aus Eisbergen, die am 18. September 2001 morgens früh um 5.30 Uhr auf dem Weg zur Arbeit überfallen worden ist, brachte die Polizei auf die richtige Spur. Die Frau war, blutüberströmt, an der Dankerser Straße zwischen Eisbergen und Rinteln von einem Autofahrer gefunden und aufgrund ihrer schweren Verletzungen ins Klinikum Minden gebracht worden. Sie schwebte in Lebensgefahr und erzählte der Polizei, sie sei von einem Mann vom Fahrrad gerissen worden, der dann mit einem Knüppel auf sie eingeschlagen habe. Möglicherweise ist der Täter von einem vorbeifahrenem Auto vertrieben worden. Auch bei dieser Straftat waren DNA-Anhaftungen gesichert und an das Landeskriminalamt Niedersachsen weitergeleitet worden. Das Landeskriminalamt hat im Rahmen eines automatisierten Datenabgleichs diese genetischen Fingerabdrücke des mutmaßlichen Täters jetzt einem 30-jährigen Mann zugeordnet. Dessen DNA war, nachdem er zwischenzeitlich wegen Raubes verurteilt worden war, in der Datenbank des Landeskriminalamtes gespeichert worden, sodass ein DNA-Vergleich der Spuren möglich geworden ist. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bückeburg erließ das Amtsgericht Bückeburg Haftbefehl gegen den 30-Jährigen wegen dringenden Mordverdachts. Der Beschuldigte ist am Montag dieser Woche festgenommen worden und befindet sich in Untersuchungshaft. Der Mann habe sich bisher noch nicht zu den Vorwürfen geäußert, teilte Staatsanwalt Klaus-Jochen Schmidt, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, auf Anfrage mit. Schmidt erläuterte, zur Zeit werde unter anderem geprüft, ob der Beschuldigte für weitere Straftaten infrage komme. "Aus ermittlungstaktischen Gründen", so Schmidt, "könne er aber zurzeit keine weiteren Angaben zu den Hintergründen machen.




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