weather-image
Druckzentrum Hottenbergsfeld

Nachts rast die Rotation

24 Stunden! – In Hameln-Pyrmont und Bodenwerder gibt es Unternehmen, die für unbedingte Leistungsbereitschaft rund um die Uhr stehen. Ob im Dienstleistungssektor oder mit Produkten: Auf diese 24 Firmen ist Verlass! Wir stellen sie vor: 3 Uhr – Druckzentrum Hottenbergsfeld.

Hier geht’s ums Papier: Zahlreiche Mitarbeiter machen im Hottenbergsfeld verschiedenste Produkte möglich. Foto: eaw

Wenn die Zeiger der Uhr in der großen Verpackungs- und Versandhalle des DEWEZET Druckzentrums im Gewerbepark Hottenbergsfeld drei Uhr nachts zeigen, dann wissen der stellvertretende Maschinenführer Öner Yalcin und seine Kollegen, dass der Druck von sieben Tageszeitungen gleich geschafft sein wird.

Neben der DEWEZET, die zwischen ein und zwei Uhr gedruckt wird, jagen auch die Ausgaben für die Pyrmonter Nachrichten, die DEWEZET-Ausgabe Bodenwerder, die Schaumburg Lippische Landeszeitung, die Schaumburger Nachrichten, die Neue Deister Zeitung und die Schaumburger Zeitung durch die drei Stockwerke große Offset-Druckmaschine.

„Eine schöne Arbeit“, sagt der 33-jährige Maschinenführer, „immer die gleichen Produkte, ja, aber trotzdem auch immer wieder anders.“ Einen Stock tiefer warten gigantische, 1.300 Kilo schwere und rund 22 Kilometer lange Papierrollen darauf, bedruckt zu werden. „Insgesamt verbrauchen wir pro Jahr gut 88.000 Kilometer Papier“, überschlägt Carsten Wilkesmann. Der 53-jährige Diplom-Ingenieur ist seit Einrichtung des 12 Millionen teuren Druckzentrums im Jahr 2004 für die Produktion verantwortlich. Neben den sieben Tageszeitungen werden auch acht Wochenblätter, sechs Monatszeitungen und etliche Sonderbeilagen gedruckt.

„Tageszeitungsdruck ist Nachtarbeit“, sagt Wilkesmann. Ab 20 Uhr arbeiten viele fleißige Hände daran, dass am nächsten Morgen die druckfrische Zeitung auf dem Frühstückstisch liegt. Die bekommt ihren typischen Geruch nach wie vor durch Ruß und Öle in der Druckfarbe. Die vier Grundfarben Gelb, Magenta, Cyan und dem zuletzt aufgedruckten Schwarz stehen in großen Tanks bereit. „Doppelt soviel Schwarz wie andere Farben“, erklärt Wilkesmann.

Nachtschicht auch für den 47-jährigen Andreas Lücke. In einem Nebenraum erstellt er die Druckplatten. „Für eine Zeitungsausgabe brauchen wir 128 Platten“, erklärt er. Nachdem die wie von Geisterhand in großen grauen Anlagen belichtet werden, wandern sie auf einem Förderband hinüber, um von den Druckern in die große Druckmaschine eingehängt zu werden. Alles passt und auf Knopfdruck rasen die Rotationsrollen los. Mit 30 Stundenkilometern jagt das Papier durch die haushohe Maschine. In wenigen Stunden entstehen jede Nacht so 60.000 Zeitungen.

Über ein System von Förderbändern wandert jedes Exemplar in die Versandhalle. „Da wird die Werbung maschinell eingeschossen, werden vollautomatisch Pakete gepackt, zugebunden und etikettiert – versandfertig“, so Wilkesmann. Routine, so scheint es. Doch müssen Mitarbeiter wie Marco Schütte auch mitten in der Nacht hellwach sein. Ein Fehler kann schwere Folgen haben und teuer werden. „Man muss immer aufpassen“, so Schütte.

„Sieben verschiedene Zeitungen jede Nacht, das ist eine enorme Leistung“, bestätigt auch Wilkesmann. Und die braucht Sorgfalt, hohe Konzentration und auch die Freude daran, den Leserinnen und Lesern die liebgewordene Tageszeitung pünktlich zum Morgenkaffee servieren zu können. „Die Zeitung fällt nicht vom Himmel, die machen wir. Mit viel Einsatz und Hightech, jede Nacht neu“, versichern Wilkesmann und sein Team stolz. eaw



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt