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Nachsitzen in Sachen Brandschutz

Bad Münder/Flegessen. „Die Verwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht“, stellt Hochbau-Fachdienstleiter Dirk Hitzemann fest. Es sei keineswegs ein Fehler der Stadt, dass nun in Sachen Brandschutz in der Grundschule Flegessen nachgebessert werden müsse. Vielmehr habe die Bauaufsicht des Landkreises von ihrem Recht Gebrauch gemacht, weitergehende Forderungen zu stellen. In den Osterferien sollen zwei weitere Rettungswege eingebaut werden. Auch in den anderen Schulen und Kitas im Stadtgebiet gehen die Arbeiten im Rahmen des Brandschutzes in den nächsten Monaten weiter.

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Um sich einen Eindruck von den notwendigen Nachbesserungen in der Grundschule zu machen, hatte sich der Ortsrat Flegessen zu einer Begehung aufgemacht. Hitzemann erklärte die Maßnahmen: So gibt es bislang für die zwei Klassenräume in der ehemaligen Gymnastikhalle keine Notausgänge, da auf der Fensterseite die Heizkörper den Einbau einer Tür unmöglich machen. Übergangsweise war eine 60 Zentimeter hohe Leiter an der Fensterbank angebracht, über die die Schüler im Notfall ins Freie gelangen können.

Die Bauaufsicht beurteilte diese Variante als unzureichend. Deshalb sollen die betroffenen drei Klassenräume durch Lärmschutztüren miteinander sowie mit dem Aufenthaltsraum verbunden werden. Dieser soll zudem einen eigenen Ausgang bekommen, sodass die Kinder bei Gefahr auch auf diesem Weg die Räume verlassen können. Insgesamt müssen dafür drei Durchbrüche geschaffen werden. Zwei innen und einer an der Gebäudeaußenwand. Die Kosten für diese Arbeiten belaufen sich auf rund 10 000 Euro. Diese seien aber im Budget bereits mit einkalkuliert worden.

Doch nicht nur in den Klassenräumen in der ehemaligen Gymnastikhalle muss noch einmal Hand angelegt werden, auch in den Zimmern, die an das Feuerwehrgerätehaus grenzen, müssen Änderungen vorgenommen werden. Diese sind allerdings minimal. Drei Fenster in Richtung Feuerwehr werden mit Brettern verschlossen und anschließend zu Regalen umfunktioniert.

Für die Arbeiten in der Kita „Arche Noah“ am Alten Teich hat die Verwaltung 35 000 Euro einkalkuliert. „Und nach den Erfahrungen in den Grundschulen werden wir damit hinkommen“, ist sich Hitzemann sicher. Alle Gruppenräume sollen eine eigene Fluchttür bekommen. Bereits installiert sind die neuen miteinander vernetzten Rauchmelder. Einen konkreten Zeitraum für die Arbeiten nannte der Fachdienstleiter nicht, es gebe allerdings dringendere Objekte, denen die Stadt Vorrang gebe.

Dazu gehöre die Kita „Martin Schmidt“ am Melkerweg auch nicht. „Das ist das Objekt mit dem geringsten Aufwand.“ In das Zimmer von Leiterin Cenia Thies müsse eine Verbindungstür eingebaut werden und in dem im September 2013 eröffneten Erweiterungsbau müsse ein Fenster durch eine Fluchttür ersetzt werden. Innerhalb von drei Tagen könnten diese Arbeiten erledigt werden, ist sich Hitzemann sicher. Kostenpunkt: 25 000 Euro.jes/col



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