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Brandschutzerziehung an Schulen und Kindergärten hilft Feuerwehren, neue Mitglieder zu finden

Nachschub aus dem Kindergarten

Samtgemeinde Niedernwöhren (svb). Mit der Einführung der Kinderfeuerwehren im Landkreis Schaumburg haben die Freiwilligen Feuerwehren damit begonnen, Nachwuchsbrandschützer schon ab einem Alter von sechs Jahren frühzeitig in ihre Reihen zu integrieren.

Die größte Kinderfeuerwehr, was Mitglieder betrifft, ist die Kinderfeuerwehr Meerbeck-Niedernwöhren. Die Wehr verfügt über 48 „Feuersalamander“ zwischen sechs und zehn Jahren und über 39 Jugendfeuerwehrmitglieder, die ab 16 Jahren die derzeit 72 Mann zählende Einsatzabteilung verstärken können.

Damit diese Personalstärke nicht schrumpft, führen alle drei Abteilungen gemeinsame Werbeaktionen durch, erklärte Stefan Ahrens, Ortsbrandmeister in Meerbeck-Niedernwöhren sowie stellvertretender Gemeindebrandmeister. Die Verzahnung der drei Bereiche soll den Sprung für die Jüngeren in die aktive Truppe vereinfachen.

Durch die Brandschutzerziehung an Schulen und Kindergärten lasse sich über die Lehrerinnen und Kindergärtnerinnen überaus gut der Kontakt zu den Klassen herstellen, sagte Ahrens. Bei den Alarmübungen in sämtlichen Schulen und Kindergärten der Samtgemeinde Nie-dernwöhren können die Kinder die Arbeit der Feuerwehren miterleben und kennenlernen.

Auf diese Weise könne das Interesse an der Feuerwehr bei vielen Kindern frühzeitig geweckt werden, erklärte der Ortsbrandmeister. Einige fanden so den Weg in die Kinder- und Jugendfeuerwehr. Frühzeitig sei das richtige Stichwort für die Samtgemeinde Niedernwöhren, weil viele Kinder nach der Grundschule auf weiterführende Schulen nach Stadthagen und an die IGS Helpsen wechseln und damit für die örtlichen Feuerwehren unerreichbar seien.

Wenn neue Mitglieder für die Kinderfeuerwehr gefunden sind, ist die Suche lange nicht vorbei, weil diese ständig Zehnjährige an die Jugendfeuerwehr abgeben muss. Die in 2006 mit 25 Kindern gegründeten „Pollhäger Strolche“ gewannen im vergangenen Sommer durch ein gemeinsames, öffentliches Spiel ohne Grenzen mit der Jugendfeuerwehr zwar einige Neuzugänge, mussten in diesem Jahr aber zehn Kinder an die Jugendabteilung abgeben, erklärte die Kinderwartin Kerstin Hoppe.

Im Moment bestehen die „Strolche“ aus sechs Sechsjährigen. Eine größere Werbeaktion ist derzeit nicht geplant, aber hin und wieder verteilen die Betreuer Flyer an Schulen und Kindergärten. Eine weitere Chance bietet sich über die Eltern. Gerade die Mütter seien von der Sache begeistert und suchen durch Mundpropaganda im Bekanntenkreis nach neuer Verstärkung, meinte Hoppe.




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