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Scheibe am Feuerwehrhaus zerschossen / Jugendliche sammelnüber 50 Unterschriften / Areal in Nähe des Osterfeuers

Nach Zoff ums Kicken: Ein Bolzplatz für Buchholz

Buchholz (tw). Die Jugendlichen des Dorfes werden in Zukunft einen eigenen Bolzplatz haben. Darauf hat sich der Rat unter Vorsitz von Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) bei seiner Zusammenkunft am Dienstagabend - einstimmig - verständigt. Wahrscheinliche Lage: ein Brachland oberhalb des Platzes für das Osterfeuer.

Gudrun Spiller

Der Hintergrund: Eine Gruppe von Kindern, in der Zufahrt zum Feuerwehrhaus kickend, hatte an einem Sonntagmorgen die dortige Scheibe eingeschossen. Daraufhin war ihnen das Fußballspiel dort von der Feuerwehr zunächst untersagt worden. Doch die Kinder wollten das nicht hinnehmen, sammelten unter Regie von Fabian Möller (14) innerhalb kürzester Zeit mehr als 50 Unterschriften gegen das Verbot - und für einen eigenen Bolzplatz. Das Verbot wurde von der Samtgemeinde Eilsen inzwischen zurück genommen, der Bau des begehrten Bolzplatzes - wie gesagt - beschlossen. Die Suche nach einem geeigneten Standort "in zentraler Lage" ist indes noch nicht endgültig abgeschlossen. "Zunächst", erinnert Krause, "hatten wir angedacht, den Bolzplatz im Neubaugebiet anzulegen." Das indes gehe aufgrund der räumlichen Enge nicht. Auch die Variante, den Platz in Nachbarschaft des Schützenhauses anzulegen, wurde verworfen. Begründung: Es bestehe die Gefahr, dass spielende Kinder von der Schaukel "geschossen" werden; außerdem könnten auch dort Scheiben zu Bruch gehen. Jetzt läuft - fast - alles darauf hinaus, den Bolzplatz oberhalb des Geländes für das Osterfeuer zu schaffen. Das ins Auge gefasste Brachland, 150 Quadratmeter groß, müsste die Gemeinde dem Landwirt noch abkaufen. Die Chancen dafür stehen nach Aussage des Bürgermeisters indes "nicht schlecht". WiB-Sprecherin Gudrun Spiller: "Die Fläche ließe sich mit geringem Aufwand herrichten, müsste im Prinzip nur noch grade gezogen werden." Außerdem könnten die Bälle dort keine Schaden anrichten; eine Umzäunung sei daher nicht nötig. "Und auch der Lärm, den ein Fußballspiel nun mal mit sich bringt, stört dort niemanden", ist Spiller überzeugt. Einzige Alternative, die derzeit noch im Gespräch ist: den Bolzplatz inmitten des noch zu bauenden dritten Regenrückhaltebeckens anlegen. Die Fläche, welche die Kinder dann zur Verfügung hätten, wäre noch größer als die des Brachlandes oberhalb des Osterfeuerplatzes. Aber: "Diese Alternative lässt sich nur dann realisieren, wenn das Becken kein Grundwasser führt und den größten Teil des Jahres über trocken bleibt", so der Bürgermeister. Fabian Möller auf die Frage Krauses: "Könnt ihr mit einem der beiden Plätze leben oder fühlt ihr euch dort abgeschoben?" - "Nein. Das geht in Ordnung."



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