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"Abflüge vorprogrammiert" / Jenseits der Landesgrenze gilt auf der L 722 n bereits Tempo 50

Nach Neubau: Hackshorst will weiter Temporeduzierung

Rusbend (bus). Im Rusbender Ortsteil Hackshorst ist die Forderung nach einer Reduzierung der Straßenverkehrsgeschwindigkeit auf zumindest 70 Kilom eter wieder aufgeflammt. "Falls hier nichts unternommen wird, sind Abflüge vorprogrammiert", lautet die Einschätzung eines Anwohners. Die Hackshorster führen als zusätzliches Argument ihrer seit geraumer Zeit erhobenen Bedenken die Regelung jenseits der Landesgrenze ins Feld: Auf nordrhein-westfälischer Seite gilt Tempo 50.

Dabei sticht den Beschwerdeführern vornehmlich ins Auge, dass auf der jüngst fertiggestellten Umgehung der Ortschaft Quetzen (L 722n) "freie Sicht in alle Richtungen" anzutreffen sei, auf der niedersächsischen Seite indes der Schaumburger Wald die Sicht erheblich einschränke. Darüber hinaus könne die geänderte Vorfahrtsregelung - die von Bierde kommende L 722n ist gegenüber der alten L 722 vorfahrtsberechtigt - geradezu dazu einladen, "richtig aufs Gaspedal zu drücken". Das Straßenverkehrsamt des Landkreises müsse der neuen Situation Rechnung tragen. Die Behörde vertrat bislang die Auffassung, die Strecke sei "übersichtlich, Verkehrsteilnehmer können die Straße gut überblicken". Einen Hinweis der Anwohnerschaft auf die in diesem Streckenabschnitt besonders gefährdeten Fahrradfahrer - die (niedersächsische) L 450 ist als Teilabschnitt des Weserlandradwegs ausgewiesen, verfügt aber über keine separate Radspur - konterte das Amt mit der Feststellung: "Obwohl ein Fehlverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer leider niemals ausgeschlossen werden kann, sind Radfahrer in dem angesprochenen Bereich nicht stärker gefährdet als in vielen anderen Bereichen im Landkreis Schaumburg, wo ebenfalls kein baulich getrennter Radweg vorhanden ist." In diesem Zusammenhang war den Hackshorstern besonders bitter aufgestoßen, dass auf der L 450 in großen (unbewohnten) Teilen des Schaumburger Waldes ein Tempolimit von 70 Stundenkilometern gilt - mit ausdrücklichem Hinweis auf Fahrradfahrer.




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