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MC Schaumburg richtet Kart-Slalom für Jugend aus / Deutscher Meister am Start

Nach Kurvensause: Statt Sekt spritzt Selters

Obernkirchen (sig). Zwischen den weißroten Hütchen, in der Fachsprache Pilonen genannt, knattern die Flitzer der "Formel K" (Karts) über das Gelände der Firma Mlodzian. Alles sollte stehen bleiben - trotz zuweilen enger Kurven, die Zeit kosten und durch umstürzende Pilonen Strafsekunden einbringen konnten. Es geht um wichtige Punkte für die Kartmeisterschaft im Mittelweser-Raum und für die Stadtmeisterschaften von Hannover.

Siegerehrung der Klasse K3 mit dem schnellsten Fahrer des Wettbe

Es nötigte Respekt ab, mit welchem Tempo die Fahrer der leuchtend roten Mini-Autos die 300 Meter lange Slalomstrecke entlang brettern, um sich eine gute Platzierung zu ergattern. Das sind keine Anfänger, sondern Spezialisten auf vier stabilen Vollgummirädern. Insgesamt haben die beteiligten Vereine rund 60 Jungen und auch einige Mädchen gemeldet, die zum Teil eine recht weite Anreise hatten. Einige komen vom Hochsauerland, andere aus dem Emsland und aus der Lüneburger Heide sowie aus Northeim, Göttingen, Hannoversch-Münden und Ostwestfalen. Darunter ist mit dem 13-jährigen Marcel Edmond aus Rehburg-Loccum ein viermaliger Niedersachsenmeister und zugleich Deutscher Meister des Jahres 2005. Der Favorit fährt dann auch nacheinander die beiden schnellsten Runden, die selbst von den Startern in den höheren Altersklassen nicht mehr überboten werden. Das geht schon recht professionell zu bei diesem vom Motorclub Schaumburg als ADAC-Jugend-Kart-Slalom ausgeschriebenen Wettbewerb. Die Zeitmessung erfolgt durch Lichtschranken. Die erzielten Ergebnisse werden innerhalb weniger Sekunden über Lautsprecher mitgeteilt, so dass die dafür aber fachkundigen Zuschauer schnell informiert waren. "Diese Strecke ist ganz schön anspruchsvoll", versichert Sportleiter Friedrich-Wilhelm Hein, der für die Organisation und Durchführung zuständig ist. Wer eines der roten Hütchen umlegt, bekommt eine Zeitstrafe von zwei Sekunden aufgebrummt, und wer ein Tor falsch angefahren oder gar ausgelassen hat, den werfen zehn Strafsekunden aussichtslos zurück. Das Mitmachen lohnt sich aber in jedem Fall. Die jungen Piloten sammeln Erfahrung und erhalten Wertungspunkte für die Mittelweser-Meisterschaft und die Stadtmeisterschaft von Hannover. Außerdem gibt es für 30 Prozent aller Teilnehmer Pokale. Einen Sonderpokal erhielt die achtjährige Olivia Macziewski aus Luthe als jüngste Starterin. Die Besten ihrer Klasse machen es bei der Siegerehrung den Formel I-Stars nach. Sie bespritzen sich gegenseitig, allerdings mit Mineralwasser anstelle von Schaumwein. Hier die jeweils drei Besten der verschiedenen Altersklassen, die in Obernkirchen an den Start gingen, K1: 1. Leon Stork (Wunstorf), 2. David Bryant (Stadthagen), 3. Sören Lausen (Burgberg); K2: 1. Fabian Papst (Wunstorf), 2. Katharina Mönnekes (Dassel), 3. Louisa Ertmer (Hannover); K3: 1. Marcel Edmond (Rehburg-Loccum), 2. Robin-Alexander Weber (Wunstorf), 3. Tobias Zillich (Dassel), K4: 1. Dominik Miehe (Northeim), 2. Sina Peuser (Sauerland), 3. Tobias Zerjadtke (Fassberg); K5: 1. Desiree Domke (Wunstorf), 2. Christiane Lampe (Stadthagen) und 3. Patrick Mlodzian (Obernkirchen). Die Mannschaftswertung holten sich die beiden Wunstorfer Teams vor dem aus dem Sauerland, aus Stadthagen und vom Veranstalter. Von den heimischen Startern belegten gute Plätze: Roxana Petricia als Vierter und Max Lutter als Fünfter, beide in der K1. Alexander Petricia wurde Vierter in der K2.

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