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Bad Eilsens Wahrzeichen wird wieder fit gemacht / Einweihung mit einer "Open-Air"-Aufführung

Nach der Tuffstein-Sanierung gibt's Theater

Bad Eilsen (sig). Der Zahn der Zeit nagt auch an solchen Bauten, die ausüberaus stabilem Material sind. Der Bauausschuss der Gemeinde konnte sich davon bei einer Besichtigung der Säulen am Tuffsteinbrunnen im Kurpark überzeugen. Dieses Bauwerk ist zum Wahrzeichen des Kurortes geworden und bedarf jetzt dringend einer umfangreicheren Sanierung.

Am Tuffsteinbrunnen, Wahrzeichen von Bad Eilsen, hat der Zahn de

Die Ausschussmitglieder waren sich schnell einig darüber, hier nicht mehr lange mit den notwendigen Arbeiten zu warten. Dass die Betonfarbe an vielen Stellen abgeblättert ist, hinterlässt beim Parkbesucher ohnehin keinen guten Eindruck. Aber das sind noch die kleinsten Mängel. Es gibt an zahlreichen Stellen, unter anderem an dem oberen Kranz, der die Säulen miteinander verbindet, unterschiedlich tiefe Risse und Bruchstellen. "Hier muss sehr fachmännisch gearbeitet werden, da kann der Bauhof nur Hilfestellung leisten", meinte Bürgermeister Horst Rinne und empfahl dem Ausschuss, den Rat eines Architekten einzuholen, der erfahren genug ist bei der Sanierung von Baudenkmälern. Dieser Vorschlag wurde einstimmig akzeptiert. Die erste Maßnahme dürfte sicherlich der Einsatz eines Hochdruckreinigers sein, um Schmutzpartikel und Moos zu entfernen. Zum Anschluss der Sanierung bekommt die gesamte Nachbildung einer antiken Säulenkonstruktion noch einen neuen Schutzanstrich, dessen Farbton nicht vom Original abweicht. Neu hergerichtet werden muss darüber hinaus auch die Sandsteintreppe auf der Rückseite. Sie wird benötigt für die hier im Spätsommer geplante Aufführung einer Theatergruppe aus der Lutherstadt Wittenberg. Bei ihr wirkt Dr. Ulrich Pfingsten mit, ein Nachfahre des Gründers der Eilser Sparlade. Mit dieser "Open-Air-Veranstaltung" soll das dann sanierte Bauwerk neu eingeweiht werden. Von den vier Scheinwerfern, die den Tuffsteinbrunnen nachts beleuchten sollen, muss man sich auch verabschieden; sie sind defekt und nicht mehr zu gebrauchen. An der Rückfront will der Ausschuss keine Lampen mehr anbringen. Sie würden viel zu schnell wieder zerstört werden. Dafür möchte man auf der Frontseite zwei Scheinwerfer aufstellen, die nicht nur stärker strahlen, sondern auch noch weniger Energie verbrauchen. Sie werden so gesteuert, dass sie zusammen mit der übrigen Beleuchtung des Kurparks brennen. Der Bauausschuss will auch die vorhandenen und teilweise schon stark verbeulten Papierkörbe im gesamten Parkbereich entfernen und durch neue ersetzen. Entsprechende Kostenangebote liegen der Gemeinde bereits vor. Die Körbe sollen antikgrün gestrichen sein wie die Lampen. Sie werden so konstruiert sein, dass niemand seinen Hausmüll darin entsorgen kann. Insgesamt sollen 50 Exemplare gekauft werden. Davon werden 42 benötigt, der Rest wird als Reserve aufbewahrt. Sobald der Bad Eilser Gemeinderat die geplanten Vorhaben mit dem neuen Haushalt abgesegnet hat, sollen die Arbeiten umgehend ausgeschrieben und die notwendigen Anschaffungen vorgenommen werden.

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