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Neues Freizeitangebot: "Kleines Gymnasium" erhält Essbereich

Nach der Schule zur "Buddyteria"

Bad Nenndorf (fox). Mit einem neuen Sozial- und Freizeitangebot hat sich das Gymnasium Bad Nenndorf (GBN) an seiner Außenstelle an der Bahnhofstraße auf die Bedürfnisse der Schüler eingestellt. Die rund 400 Mädchen und Jungen der 5. und 6. Klassen können sich nach der sechsten Stunde montags und mittwochs in der "Buddyteria" mit gesundem Essen zu günstigen Preisen versorgen. Das neue Angebot ist zugleich Teil des bundesweiten "Buddy"- Pro jek ts zur Stärkung sozialer Kompetenz von Schülern.

Eyleen und ihre Freundinnen haben Heißhunger auf Salami-Baguette

Wenn der Magen knurrt und in der Brotdose gähnende Leere herrscht, dann gibt es seit kurzem nur einen Ausweg für die Schüler des "Kleinen Gymnasiums" - und der führt treppauf bis unters Dach der einstigen Orientierungsstufe. Dort ist seit November vergangenen Jahres ein Klassenraum als Caféteria eingerichtet, zudem gibt es Sitz- und Spielmöglichkeiten. Und weil das GBN am bundesweiten "Buddy"-Projekt (Buddy = englisch für Freund, Kamerad) teilnimmt, lag das Wortspiel "Buddyteria" nicht fern. "Wir unterhalten hier keinen Super-Öko-Shop", sagt Nicola Streuter. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Torsten Deist ist sie als Aufsicht und "Buddy-Coach" für das Bistro eingeteilt. Das Angebot hält die Biologie-Lehrerin jedoch für ausgewogen. Cola und Fanta gibt es zumindest nicht. Als Stärkung nach der Schule oder zwischen der sechsten und siebten Stunde können die Kinder gegen Essensmarken unter anderem Salami-Baguettes, Geflügelwürstchen und Frikadellen ordern. Als kleine Erfrischung bieten die "Buddys" Müsli- und Fruchtriegel sowie weitgehend zuckerfreie Getränke an. Möglichkeiten zum Ausspannen und zur Geselligkeit haben die Schüler in der "Buddyteria" ebenfalls. Außer z ahlreichen Gruppentischen, an denen gespeist und gespielt werden kann, gibt es in dem Raum ein Ecksofa mit vielen Kissen. Wie Schulleiterin Irmtraud Gratza-Lüthen erklärt, ist dieses mit 1750 Euro von der Volksbank in Schaumburg gefördert worden. Der Jubiläums-Abijahrgang habe bei seinem Klassentreffen weitere 250 Euro gesammelt und dazu beigesteuert. Der Förderverein investierte 300 Euro. Das Geld war bitternötig, wie Gratza-Lüthen berichtet. Elektrische Leitungen mussten neu verlegt, Mikrowellen, Kühl- und Gefrierschrank gekauft werden. "Wir wissen, dass diese Einrichtung improvisiert ist", sagt die Schulleiterin. "Aber die Schulträger sind von der Entwicklung der vergangenen Jahre überrollt worden." Das staatliche Engagement hinsichtlich der Mensas sei beispielsweise in Frankreich geradezu beispielhaft. Deutschland hinke hinterher, sei aber auf einem guten Weg. Die Schüler sollen in der "Buddyteria" jedoch nicht nur die Zeit überbrücken und essen. Auch die sozialen Fähigkeiten sollen erweitert werden, wie Lehrerin Streuter erläutert. Das "Buddy"-Projekt, das von der Vodafone-Stiftung unterstützt wird, verfolge die drei Leitsätze des Projekts: "Aufeinanderachten", "Für ein ander da sein" und "Mit ein ander leben". Dieser findet sich unter anderem auf den "Buddy"-T-Shirts der beiden Lehrer wieder - die Kinder sollen die drei Grundsätze verinnerlichen.



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