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Gemeinsame Fertigung in Bratislava / Spanischer Nachfolger des erfolgreichen Seat Arosa

Nach dem Up kommt Mii und dann der Citigo

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Autor:

Burkhard Assmus

Er guckt verschmitzt aus dem Blechkleid – damit sieht der Seat Mii gefälliger aus als sein Bruder Up aus dem Hause VW. Der Nachfolger des Arosa ist ein Hoffnungsträger, läuft er doch gemeinsam mit dem Up von Volkswagen sowie dem Citigo von ¦koda vom Band.

Die Front des Mii ist von dem Seat-typischen Arrow-Design geprägt, wodurch er sich deutlich als ein Mitglied der Marke outet. Die beiden Scheinwerfer verleihen dem Mii mit ihren scharfen Kanten einen selbstbewussten Auftritt. Die Heckleuchten in dreieckigen Lichtkammern sind ebenfalls ein Erkennungsmerkmal des Mii.

Die Materialien im Innenraum sind gut verarbeitet und machen einen wertigen Eindruck. Sie fühlen sich gut an. Die Spaltmaße halten sich im Rahmen und bestätigen den guten Verarbeitungseindruck. Bei den Vordersitzen ist es gewöhnungsbedürftig, dass die Kopfstütze nicht individuell verstellt werden kann. Leider kann die Gurthöhe ebenfalls nicht an die Größe des Fahrers und Beifahrers angepasst werden. Der Einstieg auf die hinteren Plätze erfolgt über die nach vorne klappenden Vordersitze, die so einen recht großen Weg nach hinten freigeben. Allerdings muss nach dem Nach-Vorn-Klappen die Sitzeinstellung wieder korrigiert werden. Das ist verbesserungswürdig – auch in einem Fahrzeug, das laut Hersteller ab dem Wonnemonat Mai in Deutschland für weit unter 10 000 Euro zu haben sein soll. Für den Mii stehen zum Start zuerst zwei Dreizylinder-Benziner mit 60 und mit 75 PS zur Auswahl. Später sollen noch eine Erdgas- und Diesel-Variante folgen. Bei ersten Testfahrten mit dem 75-PS-Benziner zeigte sich der Motor als sehr agil und ansprechfreudig. Mitschwimmen im Verkehr ist ebenso unproblematisch wie der kurze Zwischensprint. Der Motor ist laufruhig und leise.

Der Seat Mii (nun ja, Namen sind Schall und Rauch, das Auto muss ja vor allem fahren!) ist eine gute Alternative für den Großstädter mit begrenztem Parkraum oder auch als Zweitauto und Singlefahrzeug – aber auch eine Alternative zu den beiden Schwestermodellen im Konzern. Der für Mitte kommenden Jahres angekündigte Fünftürer wird den Mii noch interessanter für die breite Masse werden lassen. Über den Preis ist bisher wenig bekannt – die günstigste Variante soll aber in Deutschland bei deutlich unter 10 000 Euro liegen. In Spanien liegt der Einstiegspreis bei circa 8700 Euro.

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