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Glück im Unglück: Versicherung zahlt Hochwasserschaden / Tag der offenen Tür bei der Stadtmission

Nach 525 Stunden: Gemeindezentrum wie neu

Rinteln (who). Die Evangelische Stadtmissionsgemeinde Rinteln hat am vergangenen Sonnabend bei einem Tag der offenen Tür den Abschluss der umfangreichen Renovierungsarbeiten nach dem großen Hochwasserschaden vom 21. August gefeiert.

Das Gemeindezentrum hat zwar offiziell die Anschrift Waldkaterallee 1, gehört aber zum Wohngebiet Kendalstraße, das damals weiträumig nach einem extremen Starkregen überflutet worden war (wir berichteten). Neben zahlreichen anderen Anliegern war auch das gut 400 Quadratmeter große Untergeschoss mit Cafeteria, Jugend- und Gemeinschaftsräumen voll Wasser gelaufen. Wernfried Jäger, der sich mit den anderen Männern der Gemeinde um die laufenden technischen Arbeiten kümmert und auch die Renovierung mitgetragen hat, erinnert sich noch genau an den Vorfall vor einem Jahr: "Am Abend des 21. August 2007 kam nach dem Regen ein Anruf mit der Nachricht, die Nachbarn hätten alle Wasser in ihren Häusern. Daraufhin bin ich zur Waldkaterallee gefahren und kam schon nicht mehr ins Haus, weil der Estrich aufgeschwommen war und sich die Türen im Untergeschoss deshalb nicht mehr öffnen ließen..." Die folgende Nacht wird wohl keiner der 20 Helfer vergessen, die sich anschließend gemüht hatten, das Wasser mit Eimern und Pumpen aus dem Gebäude zu bekommen. Denn ständig war es von außen nachgeflossen. Jäger berichtet weiter: "Der Estrich, Fußbodenbelag, Möbel, Türen, Trennwände und Heizungsrohre sowie ein Teil der elektrischen Leitungen - alles musste ausgetauscht werden." Wesentlich entspannter sei es geworden, als sichüberraschend herausgestellt habe: "Irgendjemand hatte für unser Gebäude als einziges von rund 100 innerhalb der Evangelischen Gesellschaft, zu der wir gehören, eine Elementarversicherung abgeschlossen." Sogar der Wohncontainer für die vorübergehende Auslagerung der Kinderbetreuung sei abgedeckt gewesen. Mit der Versicherung im Rücken und 525 Stunden Eigenleistung hat die Stadtmissionsgemeinde nach fast genau einem Jahr ihr Zentrum wieder völlig hergestellt. Dabei sind auch umfangreiche Gebäudeabdichtungen und Geländeanhebungen vorgenommen worden. Zum Fest aus Anlass des Wiedereinzuges waren am letzten Sonnabend natürlich auch die Nachbarn aus der Kendalstraße gekommen, die als Betroffene die Erleichterung und Freude nach der glücklichen Renovierungsaktion bestens nachvollziehen konnten.




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