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Kehlkopfoperierte: 31. Auflage der Bundes-Patiententage findet erstmals am Deister statt

„Nach 30 Jahren ist Bad Münder dran“

Bad Münder. „Schön, dass Sie sich nach 30 Jahren Bad Ems nun erstmals für Bad Münder und das Weserbergland entscheiden haben“, freute sich der stellvertretende Landrat Torsten Schulte in seinen Begrüßungsworten. „Bad Münder hat einen hervorragenden Ruf“, lobte auch Friedrich Wettlaufer, der Präsident des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten. Der hat derzeit gut 6000 Mitglieder und hält seine 31. Patiententage erstmals am Deister ab.

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VON CHRISTOPH HUPPERT

„Gerade was die Ärzte, die Logopäden und Physiotherapeuten angeht, ist Bad Münder sehr gut aufgestellt“, so Wettlaufer, der auch an das Wirken von Dr. Jürgen Borghardt erinnerte. Der unlängst verstorbene Leiter der Reha-Klinik am Deisterhang hatte viele Jahre im Fachbeirat des Bundesverbandes mitgearbeitet.

„Die Patienten werden immer jünger“, so Wettlaufer, der klarstellte, dass es sich bei der Erkrankung an Kehlkopfkrebs weder um eine typische Alterskrankheit noch um ein de-fakto-Todesurteil handele. „Leider herrscht immer noch die weitverbreitete Vorstellung, dass die Diagnose Kehlkopfkrebs das Ende bedeutet. Doch mittlerweile liegt die Prognose für eine Bewältigung der Krankheit bei 65 bis 70 Prozent.“

Nach einer sehr umfangreichen Darstellung von Stadt und Landschaft durch den Münderaner Bürgermeister Hartmut Büttner ließ die Nachfolgerin Borghardts, Dr. Barbara Koller, die Geschichte der Einrichtung Revue passieren. Entstanden als TBC-Heileinrichtung habe die Reha-Klinik erst 1983 „richtig Fahrt aufgenommen“ und sich vor allem durch das „Mündersche Therapiemodell“ bundesweit einen Namen gemacht.

Die zahlreichen in der Berufsgenossenschaftlichen Bildungsstätte in unmittelbarer Kliniknähe untergebrachten Tagungsteilnehmer absolvierten bei den „Patiententagen“ ein dreitägiges Programm mit zahlreichen Fachvorträgen.

Dabei ging es um Themen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation, Fragen der Stimmrehabilitation nach der Entfernung des Kehlkopfes, zu Ernährungsfragen oder zur Wahrnehmung von mit dem Krankheitsbild verbundenen Nebenerkrankungen. Workshops und ein abschließender Gottesdienst rundeten die 31. Patiententage der Kehlkopfoperierten ab.



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