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Nabu-Erntefest in Bad Münder: Die besten Äpfel sitzen oben

BAD MÜNDER. Seit 25 Jahren gibt es sie schon, die große Streuobstwiese des Nabu Bad Münder – und damit ist sie deutlich älter als viele der Akteure, die sich jetzt zum Erntefest am Eilenberg eingefunden hatten. An der Begeisterung der Erntehelfer für knackige Äpfel hat sich über die Jahre aber nur wenig geändert.

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Autor

Gerhard Honig Reporter

So wurde jetzt wieder mit vollem Elan Frucht um Frucht vom Baum geholt.

Was sich allerdings verändert hat: Es gab in den Vorjahren deutlich mehr zu ernten. Das stellte auch Nabu-Vorsitzender Matthias Großmann fest, lieferte aber gleich einen Erklärungsansatz mit: Während der Blütezeit der früheren Sorten im April habe es empfindliche Nachtfröste gegeben, die einen Fruchtansatz verhindert hätten. Dennoch trugen jetzt die fleißigen Helfer viele Körbe mit rotbackigen, knackigen Äpfeln zur Sammelstelle, wo Jens Becker mit seiner Saftpresse stand und kaum nachkam – so eifrig waren Kinder und Eltern damit beschäftigt, von Leitern oder mit Apfelpflückern die Früchte von den Bäumen zu holen, die den Frühjahrsfrösten durch späteres Blühen entgangen waren. „Es handelt sich wahrscheinlich um die Goldrenette Freiherr von Berlepsch, eine ganz alte Hochstammsorte, auch kurz Roter Berlepsch genannt, deren Bäume zu den wetterhärteren Sorten zählen, weil sie später blühen“, versuchten die Experten eine Erklärung für die zwar geringere, aber doch zählbare Ausbeute. Wie auch immer, insbesondere die vielen Kinder waren eifrig bei der Sache, zerkleinerten die Äpfel. Jo, vier Jahre alt, probierte sein neues Taschenmesser aus und konnte von der Arbeit an der Saftpresse gar nicht genug kriegen. Auch seine Mitstreiter freuten sich, wenn wieder ein Becher mit dem köstlich-frischen Saft in die Flasche lief.

Die älteren Erntefest-Besucher machten es sich zwischenzeitlich am Kaffeetisch bei mitgebrachtem Kuchen bequem, während Jakob, Lana, Melina, Tamina, Sarah, Anne und viele andere Kinder in die Apfelbäume kletterten oder mit Hilfe ihrer Eltern volle Körbe trugen. Als unbestritten Jüngste des Tages krabbelte Bernadette, sieben Monate alt, an volle Apfelkörbe heran. Marion und Rolf Steiner aus Sachsen-Anhalt dagegen, erst seit einer Woche in Springe zuhause, fühlten sich beim Fest pudelwohl, nachdem sie in der Zeitung vom Erntefest gelesen und sich spontan zu einem Besuch in Bad Münder entschlossen hatten.

Nabu-Chef Großmann berichtete auch von der jüngsten Saftproduktion, rund 500 Kilo Äpfel von heimischen Wegen und Wiesen hat der Nabu in der Mosterei Ockensen zu Saft verarbeiten lassen und bietet sie nun in Fünf-Liter-Gebinden bei Andreas Sabarth in Böbber an. Der Erlös sei bestimmt für Unterhaltung und Pflege der Streuobstwiese sowie die Pflanzung neuer Bäume.



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