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Rodenberger Ortsgruppe warnt vor Ausräumen der Landschaft

Nabu: Front gegen Brenntage

Samtgemeinde Rodenberg (nah). Der Naturschutzbund (Nabu) Rodenberg will sich in der Kommunalpolitik "noch deutlicher positionieren". In Schreiben an Räte und Verwaltung sollen weitere Anpflanzungen in der Feldmark angeregt werden: "Die Landschaft bietet ein gewaltiges Potenzial, das gepflegt und entwickelt werden muss", betonte Vorsitzender Gerhard Hurek auch angesichts der vorgesehenen weiteren Tourismusförderung. Deutliche Worte finden die Naturschützer zu den Brenntagen. Die "geradezu krankhafte Kokelei" sei "absolut über flüssig" und "passt nicht mehr in das veränderte Umwelt bewusstsein".

Der Nabu in Rodenberg sieht sich stark genug für seine Forderungen. Soeben konnte mit Ines Rahn-Weiser das 400. Mitglied aus der Anzahl der jüngsten Neueintritte ausgelost werden. Der Zufall wollte es, dass sich ausgerechnet die Rodenbergerin über ein Buchpräsent freuen konnte: Sie hat sich nämlich vorgenommen, die einst erfolgreiche Kindergruppe des Nabu neu zu beleben und auch bereits zu ersten Veranstaltungen eingeladen. "Aber uns drückt auch der Schuh", verdeutlichte Hurek an negativen Beispielen aus der Samtgemeinde. Er forderte Räte und Verwaltung auf, dass nicht Wegeparzellen und Raine durch den Einsatz großer landwirtschaftlicher Geräte vollständig verschwinden: "Die Grenzen müssen eingehalten werden." Zugleich warnte er vor einem weiteren Ausräumen der Landschaft: Vergeblich habe der Nabu beim Landkreis die ersatzlose Beseitigung von Zwetschgenbäumen und einer Schwarzdornhecke bei Soldorf beklagt: "Bei den Bäumen gab es wenigstens noch eine Rechtfertigung; zur Hecke ist noch nicht einmal reagiert wor den." Andererseits gebe es gute Beispiele wie in der Gemeinde Messenkamp, wo in einer gemeinsamen Aktion Nachpflanzungen an Feldwegen erfolgt seien. Gezielt will sich der Nabuübrigens für Walnussbäume einsetzen. Hier habe es einen geradezu "drastischen Rückgang" gegeben. Kein Verständnis mehr bringen die Naturschützer für die großzügige Regelung der Brenntage in der Samtgemeinde Rodenberg auf. Es gebe keinen vernünftigen Grund für die Rauch- und Geruchsbelästigungen und die Gefahr, dass Schadstoffe freigesetzt werden. Es müssten jedoch sinnvolle Alternativen gefunden werden wie eine kostenlose Grünabfuhr zweimal im Jahr. Auch seien die Gebühren an den kommunalen Kompostieranlagen viel zu hoch. In anderen Landkreisen werde kompostierbares Gut sogar kostenlos angenommen beziehungsweise abgefahren.



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