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WGS fordert Dauerampel für B 83 / Antrag an Verkehrssicherheitskommission

"Muss erst ein Kind unterm Lkw liegen, damit hier endlich etwas passiert?"

Westendorf (mld). Die Ampel an der B 83, Landwehrstraße, soll laut Antrag der WGS von einer Bedarfs- in eine Dauerampel umgewandelt, die Grünphase für Fußgänger um einige Sekunden verlängert werden. In der Einwohnerfragestunde zur jüngsten Ortsratssitzung erhielt der Vorschlag großen Zuspruch, doch Ortsbürgermeister Eckhard Hülm (SPD) zeigte sich skeptisch.

"Die Bürger müssen die B 83 sicherüberqueren können", so Antje Rinne (WGS). Viele Pkw und Lkw würden auch bei Rot über die Ampel fahren. Deswegen müsse die Ampel, die nur bei Bedarf der Fußgänger funktioniere, eine Dauerampel werden. Ein zusätzliches Problem sieht die WGS bei der Grünphase für Fußgänger: Sie sei zu kurz, sodass ältere Bürger Probleme hätten, die Straße in der gegebenen Zeit zu überqueren. Deshalb müsse die Grünphase verlängert werden. "Es gibt Normen und Maßstäbe, nach denen der Ampelbetrieb bestimmt wird", wandte Eckhard Hülm ein. "Wir haben wahrscheinlich das Problem, dass die Ampel nicht hoch genug frequentiert wird." Er stehe dem Antrag skeptisch gegenüber: "Es gibt keine Garantie, dass Autos nicht trotzdem bei Rot über die Ampel fahren." Ein Ampelbetrieb sei nach Zahlen gerichtet, sah auch Jürgen Henze (SPD) das Problem der Frequentierung: "Deswegen gibt es schließlich den Unterschied zwischen Dauer- und Bedarfsampel." Doch der Antrag könne gestellt werden, so Henze. "Der Querungsverkehr in Engern ist auch nicht höher als in Westendorf", argumentierte Antje Rinne. Sie sieht in der Engerschen Ampelanlage, die von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr abends durchgehend geschaltet ist, ein Vorbild für die Ampel in Westendorf. An der Landwehrstraße gebe es viel Fahrradverkehr sowie Schulkinder, die die Straße regelmäßig überqueren müssten. "Wir sollten eine neue Verkehrszählung beantragen", forderte Rinne. Der Antrag auf eine Dauerampel soll der Verkehrssicherheitskommission vorgelegt werden, die noch im Oktober tagt. Eckhard Hülm plädierte dafür, die Ergebnisse dieser Verkehrsschau abzuwarten. Auch in der Einwohnerfragestunde war die Dauerampel Thema: "Warum stellen wir keinen Blitzer an der Stelle auf?", schlug Georg Chmel vor. Eckhard Hülm und Ulrich Kipp schlugen den Vorschlag mit Hinweis auf die angespannte Haushaltslage aus. "Wir können versuchen, eine Dauerampel zu beantragen", gab sich Hülm mäßig überzeugt. Doch er sehe als einzige Lösung einen Verkehrskreisel, der im Rahmen einer Umgestaltung der Kreuzung kommen soll. Die Pläne dazu gibt es seit Jahren, "aber ich würde ein großes Fragezeichen dahinter setzen, ob die noch im nächsten Jahr umgesetzt werden", so Hülm. "Viele Anwohner beschweren sichüber die Bedarfsampel", so Anita Homeier, Anwohnerin der Landwehrstraße. Am Wochenende sei dort "die Hölle los", die Ampel würde von vielen Fahrzeugen einfach missachtet. "Muss erst ein Kind unterm Lkw liegen, damit hier endlich etwas passiert?"




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