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Corvey erinnert sich ab dem 8. Mai bis zum 19. Juni an zwei wahrhaft großartige Symphoniker

Musikwochen werden mit Liszt ausgemahlert

Corvey. Das Jahr 2011 wird bei den bereits 57. Corveyer Musikwochen zweier bedeutender Musiker gedacht: Vor 100 Jahren verstarb der große Symphoniker und Schöpfer tief beeindruckender Liederzyklen, Gustav Mahler. Und vor 200 Jahren wurde der ungarische Komponist Franz Liszt geboren.

Aufgrund seiner Freundschaft mit dem Fürstlichen Bibliothekar Hoffmann von Fallersleben hatte Franz Liszt einen persönlichen Bezug zu Corvey; er übernahm die Patenschaft des Dichtersohnes und Malers Franz Hoffmann. Das Wirken beider Komponisten steht deshalb im Zentrum der diesjährigen Corveyer Musikwochen. So wird der ungarische Komponist und Tastenvirtuose unter anderem mit seinem berühmten Es-Dur-Klavierkonzert zu hören sein. Er findet auch in der im Sommersaal gezeigten Ausstellung: „Ex flammis orior“ Berücksichtigung. Von Gustav Mahler erklingen die Rückert-Lieder und die Lieder eines fahrenden Gesellen.

Und wie sich das für zwei hochkarätige Komponisten gehört, bedarf es ebenso hochkarätiger Ensembles, um diese Musik würdevoll und mit Verve zu präsentieren. Es sind die Kammerphilharmonie Amadé, die Westdeutsche Sinfonia, das Mutare-Ensemble und die Nordwestdeutsche Philharmonie, die zu den großartigen Konzerten in Corvey erwartet werden. Ferner dürfen sich die Besucher auf so namhafte Solisten wie den Bass-Bariton Klaus Mertens und die Pianisten Martin Stadtfeld und Markus Groh freuen. Beim traditionellen Konzert Junger Meister wird in diesem Jahr der 1. Preisträger der International Telekom Beethoven Competition Bonn 2009, Hinrich Alpers, mit Klavierstücken von Schumann, Liszt und Beethoven zu hören sein.

Auch werden wieder die ganz jungen Zuhörer bei den Corveyer Musikwochen auf ihre Kosten kommen: Der Wiener Künstler Marko Simsa bietet ein „Konzert mit Vogelstimmen, Donnerschlag und schlafenden Hirten für Menschen ab 5“ an, in dem Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ kindgerecht vermittelt werden.

Martin Stadtfeld wird beim Eröffnungskonzert am Piano sitzen

Die Corveyer Musikwochen finden vom 8. Mai bis zum 19. Juni statt. Das Eröffnungskonzert bestreiten am kommenden Sonntag, 8. Mai, ab 17 Uhr im Kaisersaal die Musikerinnen und Musiker der Kammerphilharmonie Amadé unter der Leitung von Frieder Obstfeld und Martin Stadtfeld am Klavier. Auf dem Programm stehen Franz Liszts „Vier Charakterstücke für Streichorchester“ in der Bearbeitung von Joachim Herbold sowie Johann Sebastian Bachs Klavierkonzert f-Moll, BWV 1056.

Seit dem Gründungsjahr 1997 ist die Kammerphilharmonie Amadé Treffpunkt für hochqualifizierte junge Musiker aus ganz Europa. Inzwischen hat sich das Ensemble mit nationalen und internationalen Gastspielen und in Zusammenarbeit mit zahlreichen höchst renommierten Solisten den Ruf eines der führenden Kammerorchester in Deutschland erworben. Der Pianist Martin Stadtfeld gab mit neun Jahren sein Konzertdebüt und studierte ab seinem 14. Lebensjahr an der Musikhochschule Frankfurt.




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