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Musikerfamilie Simko gibt Konzert für das Gemeindehaus

BAD MÜNDER. Am Anfang gibt es ein dickes Lob für die Stadt. „Kein Ort ist so schön, um seine Kinder großzuziehen wie Bad Münder“, sagt Alexander Simko. Martina und Alexander Simko und ihre vier Kinder Karl, Leon, Benjamin und Lydia sind seit vielen Jahren ein Begriff für Musikfreunde.

Die Familie Simko (von vorne): Mutter Martina, Lydia (16), Karl (25), Leon (21), Benjamin (18) und Vater Alexander.

Autor

Christoph Huppert Reporter

Daher war es keine Überraschung, dass die Petri-Pauli-Kirche beim Benefizkonzert der Simkos zugunsten des Neubaus des Petri-Pauli-Gemeindehauses fast ganz gefüllt war.

„Es ist das sechste Konzert der Benefizreihe, ein weiteres im September wird folgen“, kündigt Pastorin Barbara
Daentzer in ihrer Begrüßung an. „Wir brauchen noch 150000 Euro“, erklärt Margret Luther, die aus dem Kirchenvorstand ausscheidet. Von einer Stiftung habe man eine größere Zuwendung in Aussicht. „Der Antrag läuft“, teilt Luther mit, sodass mit den erhofften 100000 Euro der zum Abriss anstehende Flachbau aus den 70er Jahren durch einen inklusionsgerechten Neubau ersetzt werden kann.

Mit „Wind in the Willows“ – einem von Martina Simko neu arrangierten irischen Traditional – eröffnet die Familie Simko das Benefizkonzert. „Wir mögen den einfachen und archaischen Charakter der irischen Volksmusik“, erklärt Alexander Simko. „Gerade wegen ihrer Einfachheit ist diese Musik sehr unmittelbar.“ Mit dem ersten Satz von Vivaldis „Vier Jahhrzeiten“ weht dann ein Hauch Frühling durch die Petri-Pauli-Kirche und nach Vogelgezwitscher und Frühlingsbrise gibt es mit der „Suite Antique“ des zeitgenössischen britischen Komponisten John Rutter gemäßigt moderne, mitunter an Unterhaltungs- und Filmmusik erinnernde Klänge.

Einmal mehr beweist die Familie ihr hohes Können. Doch nicht für alle ist eine Musikerkarriere – wie sie der 25-jährige Karl anstrebt, der in Frankfurt wohnt und in Darmstadt Cello studiert – das oberste Ziel. „Leon macht eine Ausbildung in einem Betrieb für regenerative Energien, Ben hat gerade Abi gemacht und will als Tennislehrer arbeiten, Lydia macht nächstes Jahr Abi und weiß noch nicht, ob und wohin die Reise mit der Musik geht“, erklärt Karl. „In zwei Jahren ist die Bude leer“, fügt er schmunzelnd hinzu.

Vater und Mutter aber sind stolz auf alle. „Karl und seine vier strammen Jungs vom Quartett ‚For Times Baroque‘ haben bei Sony ihr Debut-Album produziert, reisen durch ganz Europa und sammeln Preise und Fördermittel ein“, sagt Alexander Simko.

Im August wird das Ensemble auch in Bad Münder gastieren. „Die Kinder werden halt erwachsen, die Familientafel größer“, seufzt Vater Simko. Auch musikalisch sind die jungen Musiker reifer und noch professioneller geworden. Multitalente eben allesamt, gleich ob mit dem Violoncello, auf dem Horn, der Violine, der Blockflöte oder dem Kontrabass.

Die neue, 2017 erschienene CD der Simkos ist bei der Buchhandlung Wanderer erhältlich.



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