×
"Zweins" und "Black Pearl" präsentieren Lieder aus dem vier Hörbücher umfassenden "Fürstenblut"-Zyklus

Musikalische Facetten der historischen Gespenstermär

Bückeburg. Einen musikalischen Appetithappen auf die bevorstehende Auftrittsreihe haben die Fans des Fürstengespenstes Emma beim jüngsten Liederabend der Gruppe Zweins zu sich nehmen können. Bei ihrer Stippvisite im Landesmuseum, wo das Publikum vom Vorsitzenden des Kulturausschusses Albert Brüggemann begrüßt wurde, präsentierten Autorin Nané Lénard und Komponist Claudio di Facere gemeinsam mit Sängerin Black Pearl alias Sabrina Kriehn die Lieder aus dem mittlerweile vier Hörbücher umfassenden "Fürstenblut"-Zyklus.

Autor:

Johannes Pietsch

Das ehrwürdige Ambiente des Landesmuseums, insbesondere die Bühne mit dem großen Kamin als Hintergrund, bildete den passenden Rahmen, um die teilweise romantischen, teilweise düsteren musikalischen Facetten der historischen Gespenstermär anklingen zu lassen, die von Autorin Nané Lénard vor einem Jahr ersonnen und niedergeschrieben wurde. In den "Fürstenblut"-Geschichten lässt sie das kleine Gespenst Emma, ihres Zeichens viel zu jung verstorbene Prinzessin des Fürstenhauses zu Schaumburg-Lippe, sich auf Forschungsreise in die eigene historische Vergangenheit und die des Landkreises Schaumburg begeben. Beginnend mit "Emma, dich ruft der Wind", in dem das Erwachen des Gespensterkinds in der Gegenwart in Liedzeilen gefasst wird, folgten Nané Lénard, Claudio di Facere und "the voice" Sabrina Kriehn in gesungener Form der Entdeckungsreise Emmas durch die Historie des Landkreises Schaumburg, auf den "Marktplatz der Träume", der nichts anderes ist als der Wochenmarkt in Stadthagen, wo Emma den geheimnisvollen Lautenspieler trifft, zu den düsteren, sehr gespenstischen Klängen von "Danach", dem "Mondlichtgesang" und insbesondere "Das Böse". Dieses Böse, so Nané Lénard, sei nichts anderes als das Vergessen, wovon alle Erinnerungen an vergangene Ereignisse, an Menschen und an Historie bedroht seien. In der Rolle des adligen Gespenstes spukte während des Liederabends Denise Meier durch die Zuschauerreihen des Landesmuseums. Zwischen den Liedern flocht Autorin Nané Lénard nicht nur Erläuterungen zu den Stücken selbst ein, sondern auch viele skurrile Details und Randbemerkungen zur Geschichte Schaumburg-Lippes. Zum Beispiel die Antwort auf die Frage, warum in Stadthagen die einzige Kirche Deutschlands mit einer Uhr darin zu finden ist. Oder was es mit der tragischen Liaison der berühmten Fürstin Juliane mit dem Oberforstmeister Clemens August von Kaas auf sich hat. Als Zugabe nach den Liedern erklang das Gedicht "Der Duft", welches sich auf dem dritten "Fürstenblut"-Album "Gedanken aus der Unendlichkeit" findet und dort von einem sehr prominenten, aber bewusst unbekannt bleibenden Gastsprecher interpretiert wird. Dick anstreichen sollten sich die Fürstenblut-Fans in ihrem Kalender schon jetzt Sonntag, den 2. November 2008. Dann werden Zweins um 18 Uhr das komplette erste Album der "Fürstenblut"-Geschichten mit dem Titel "Die Rückkehr der Töchter" auf Schloss Baum aufführen. Karten gibt es dafür an der Abendkasse.




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt